Autokauf USA

Grundsätzliches zum Thema Autokauf während einer Urlaubsreise: Auch in Amerika ist ein Autokauf mit Bürokratie verbunden. Insofern sollte man sich bereits im Voraus Gedanken darüber machen, ob man diesen Aufwand im Urlaub auf sich nehmen möchte. Für Urlaube innerhalb der im Rahmen des Visa-Waiver Programms Visa-freien Reisezeit von 90 Tagen lohnt sich dieser Aufwand in der Regel nicht. Insofern kommt der Autokauf erst in Betracht, wenn der Urlaub sich über einen längeren Zeitraum erstreckt.

Autokauf: Ein Auto zu kaufen ist in den USA kein Problem. Beim Kauf sollten allerdings gewisse Punkte beachtet werden, um beim späteren Verkauf weniger Schwierigkeiten zu haben:

1. Das Auto sollte kein Schalt- sondern ein Automatikgetriebe haben. Amerikaner stehen auf angenehmes Fahren und sind "schaltfaul".

2. Die Vorbesitzer des Autos sollten Nichtraucher gewesen sein. Raucherautos sind schwerer an den Mann zu bringen. Entsprechend sollten Raucher natürlich auch nicht im Auto rauchen.

3. Amerikaner mögen es komfortabel. Je besser das Auto mit Servolenkung, Becherhaltern und Klimaanlage etc. ausgestattet ist, umso leichter läßt es sich später wieder verkaufen.

4. Nach Möglichkeit sollte das Auto im selben Staat wieder verkauft werden, in dem es angeschafft wurde. Insbesondere in Kalifornien ist man sehr kritisch wenn es sich um einen Wagen handelt, der "out of state" ist.

Title: Mit dem Kauf des Wagens erwirbt man auch den sogenannten Title. Dieser Title entspricht dem deuschen Fahrzeugbrief. Zum Empfang des Titles per Post sollte eine vertrauensvolle Adresse von Freunden oder Verwandten in den USA vorhanden sein.

Zulassung: Zugelassen werden die Autos beim jeweiligen Departement of Motor Vehicle (DMV). Die Formalitäten und Bedingungen unterscheiden sich teilweise von Staat zu Staat, weshalb eine intensive Recherche im Voraus unabdingbar ist.

Versicherung: Es gibt Staaten, in denen keine Versicherung vorgeschrieben ist. Das wird von Amerikanern aus Kostengründen auch durchaus praktiziert. Allerdings ist das Risiko dabei natürlich enorm, weshalb eine Haftpflicht Versicherung (Liability insurance) dringend anzuraten ist. Und genau darin liegt für Urlauber die größte Hürde. Denn Versicherungsunternehmen sind äußerst skeptisch, Verträge mit Personen ohne Wohnsitz in den USA und ohne nationalen Führerschein abzuschließen. Bei vielen Versicherungen geht ohne amerikanischen Führerschein gar nichts, weshalb entweder eine langwierige Recherche nach einem Unternehmen, das in dieser Hinsicht großzügiger ist, notwendig wird, oder am Anfang der Reise ein amerikanischer Führerschein erworben werden muß. Dieser Aufwand legt die Hürde für den Autokauf, wie anfangs bereits angedeutet, ziemlich hoch.
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