Brèche de Roland

Koordinaten: 42°41'56"N, 0°3'26"W
Die Brèche, die heute seinen Namen trägt, erschuf der Sage nach einst Roland, als er dem Tode nahe sein unbesiegbares Schwert Durendal gegen die Felswand schleuderte. Alpinistisch stellt die Breche auf der spanisch französischen Grenze inzwischen den Übergang vom Pyrenäen in den Ordesa Nationalpark dar und ist sowohl Ziel als auch Ausgangspunkt für größere Touren durch beide Schutzgebiete.

Vier Wege führen zur Brèche de Roland, drei davon auf französischer Seite. Die allermeisten Wanderer entscheiden sich für die einfachste Variante ausgehend vom Parkplatz am Col de Tentes, sind auf dieser doch lediglich 600 Höhenmeter zu überwinden. Entsprechend überlaufen ist diese Route im Hochsommer jedoch auch und Rücksichtnahme auf ungeübte und teils überforderte Wanderer ist hier zwingend erforderlich. Eine besonders lohnende Alternative dazu bietet der direkt Aufstieg von Gavarnie aus, weil dabei der Cirque de Gavarnie passiert wird. Der Cirque de Gavarnie ist ein besonders spektakulärer Talkessel mit steil aufragenden Wänden zu allen Seiten. Mit den knapp 1500 Höhenmetern, die auf diesem Weg zu überwinden sind, ist diese Variante jedoch wesentlich anstrengender und kann auf dem Teilstück aus dem Cirque heraus durchaus als steil bezeichnet werden. Am Refuge des Sarradets ou de la Brèche, zweihundert Meter unterhalb der Brèche, treffen beide Wege wieder aufeinander. Auf dem letzten Stück ist noch ein Schneefeld zu überqueren. Als Variante zum Aufstieg bietet sich der Abstieg durch das Vallee des Pouey Aspe vorbei am Pouey Aspe an, weil dieser Weg weit weniger steil ist. Zum Abschluss der Tour öffnen sich erneut Einblicke in den Cirque de Gavarnie.

Wie bereits erwähnt, eignet sich die Breche aber auch als Ausgangspunkt für mehrtägige Touren in den angrenzenden Ordesa Nationalpark auf spanischer Seite.




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