Canadream

Canadream ist einer der großen Wohnmobilvermieter in Kanada, Vermietstationen gibt es sowohl im Westen als auch im Osten.
Meine Erfahren mit Canadream im Jahre 2004 möchte ich wie folgt wiedergeben:

Transfer zur Übernahmestation in Toronto pünktlich. Der Papierkram und die Einweisung dauerten zwar sehr lange, das Personal war jedoch ausgesprochen freundlich.
Das Fahrzeug war 4 Jahre alt und hatte ca. 135.000 km auf dem Tacho, war entsprechend "abgewohnt".
Nach knapp 2 Wochen verabschiedete sich das Automatic-Getriebe, Schalten war nicht mehr möglich. In einer Werkstatt erklärte man uns, dass die Beschaffung des erforderlichen Ersatzteils 5 Tage dauern würde.
Per Telefon konnte ich mit Canadream klären, dass ein Ersatzfahrzeug gestellt wird, da eine solche Wartezeit nicht zumutbar ist. Das Ersatzfahrzeug wurde für den nächsten Vormittag zugesagt, es käme aus Halifax, das ca. 200 km von unserem Standort entfernt lag. Bis dahin könnten wir in ein Hotel ziehen, die Kosten würden übernommen.
Mit der Werkstatt hatte ich inzwischen ausgemacht, dass wir im Werkstatthof übernachten konnten, bei Canadream hatte daraufhin die Zusage erhalten, einen Mietwagen zu erhalten, um den Tag nicht nutzlos verstreichen zu lassen.
Am nächsten Tag kam dann das Ersatzmobil, allerdings erst am späten Nachmittag, obwohl der Fahrer schon frühmorgens losgefahren war, wie man mir telefonisch erklärte. Da für die Werkstatt Kosten entstanden waren, forderte ich ihn als Fahrer der Fa. Canadream auf, die Rechnung unmittelbar zu begleichen. Dabei stellte sich dann heraus, dass er über nichts informiert war, schlimmer noch, gar nicht bei Canadream beschäftigt war. Der Firmenfahrer, ein Freund von ihm, hatte ihn gebeten, das Fahrzeug zu überführen, da er selbst zum Angeln wollte. Er hatte ihn dann auch erst noch weggebracht, das sei sehr weit gewesen, daher käme er so spät.
Das Auto hatte dann überhaupt keine Ausstattung, wir mussten alles aus dem anderen Wagen übernehmen, der Benzin- und Gastank waren leer, die Toilette benutzt!!! Das Fahrzeug war noch älter als unser vorheriges. Der Zustand war, gelinde gesagt, beklagenswert.
Im Auto roch es stark nach Benzin. Warum, das erkannten wir beim Tanken. Während des Tankvorgangs hörte ich ein pladderndes Geräusch und sah unter das Fahrzeug. Dort floss das Benzin in Strömen. An der Verbindung vom Tankeinfüllstutzen zum Tank befand sich ein Riss, durch den das Benzin ausfloss. Ein sofortiger Anruf bei Canadream ergab, dass das Problem bekannt sei, ich dürfe den Tank eben nur halb füllen, dann passiere nichts.
Allerdings: die Tankuhr funktionierte nicht. Der Benzingeruch im Auto war unerträglich, trotz Außentemperaturen um den Gefrierpunkt war ein Schlafen nur bei offenen Fenstern möglich.
Wir riefen wieder in Halifax an und baten erneut um ein anderes Fahrzeug. Dort sagte man uns, dass kein anderes zur Verfügung stünde. Wir beschlossen, trotzdem nach Halifax zu fahren, um dort selbst zu verhandeln.
Auf dem Weg dorthin versagten die vorderen Bremsen. Wir steuerten erneut eine Werkstatt an, dort wurde mehrere Stunden repariert. Als wir am nächsten Tag in Halifax ankamen, wurden wir sehr unfreundlich begrüßt.
Steve, so hieß der Stützpunktleiter, fragte, ob wir ihn für einen Lügner hielten, er habe uns doch gesagt, dass kein anderes Fahrzeug zur Verfügung stünde. Aber der Hof stand voll. Steve forderte uns auf, das Grundstück zu verlassen. Wir blieben und unterhielten uns mit anderen Leuten, die Wohnmobile zurückbrachten oder abholen wollten. Das gefiel Steve überhaupt nicht. Er bot uns als erneuten Ersatz ein sehr heruntergekommenes Alt-Mobil, das zusammen mit einigen anderen als zu verkaufen gekennzeichnet war.
Übrigens: angeblich gab es dort niemanden, der deutsch spricht. Bei der Zentrale von Canadream in Calgary erklärte man uns, dass mehrere Leute dort, u.a. Steve, deutsch sprächen.
Nach mehren Telefonaten mit Canusa in Deutschland, über die wir das Womo gemietet hatten, und der Canadream-Zentrale in Calgary wendete sich dann das Blatt. Plötzlich war ein fast neues Wohnmobil bereit, von dem Steve vorher noch erklärt hatte, das werde am Mittag abgeholt, das sei vermietet. Nun war es aber schon später Nachmittag. Das Auto wurde dann noch gewaschen und wir konnten wieder mal alles Gepäck umladen.
Von einer Angestellten erfuhren wir dann, dass das Auto, das man uns als Ersatz gebracht hatte, bereits ausgemustert gewesen sei.
Endlich ein neuers Fahrzeug, das technisch in Ordnung schien. Schien. Denn als wir zwei Tage später den Fäkaltank leeren wollten (an der Dumpingstation mitten auf dem Campingplatz), zeigte sich ein peinlicher und unangenehmer Mangel. Der Schieber des Fäkaltanks war defekt. Als ich die Kappe öffnete, ergoss sich der gesamte Inhalt des Tanks auf den Boden.
Einziger Lichtblick:
Als wir das Auto am Ende unserer 4-wöchigen Rundreise in Toronto zurückgaben, war man dort wieder sehr freundlich und verständnisvoll. Wegen Werkstattaufenthalten entgangener Urlaubsfreuden wurde der Rechnungsbetrag um 5 Tage reduziert. Man entschuldigte sich in aller Form vor allem für das unverständliche Handeln der Kollegen in Halifax.

Das ganze mag ein Einzelfall sein, ich habe auch von anderen Canadream-Mieter gehört, dass sie sehr zufrieden waren. Gleichwohl werde ich bei künftigen Kanada-Reisen Canadream meiden. Für 2006 habe ich bei Fraserway gebucht. Denn was wir erlebten, war nicht Canadream, sondern Cananightmare.

spick


----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

hallo leute

nun, auch wir haben diesen sommer bei canadream ein wohnmobil gebucht. der transfer vom hotel zur vermieterstation in vancouver verlief einwandfrei. bis wir jedoch das womo übernehmen konnten, vergingen glatt vier stunden. und wir waren im fall nicht die einzigen, die auf ihr womo so lange warten mussten. familien mit kleinen kindern sei daher schon mal von canadream abgeraten. unser womo war etwa vier jährig und alles andere als in einem guten zustand. viele sachen im innern waren schon kaputt oder sind dann unterwegs kaputt gegangen.
so ging z.b. der cd-player nicht und auch der kühlschrank hat immer wieder aussetzer gehabt. das umschalten von elektrisch zu gasantrieb musste immer wieder kontrolliert werden. meistens genügte es jedoch, wenn wir einfach mal alles abgeschaltet haben und dann nach einer weile wieder einschalteten... - auch der zigarettenanzünder lieferte keinen strom, so, dass ich dort meinen transformator nicht brauchen konnte.
der motor und auch sonst die ganze mechanik war jedoch ok!

wir hatten eine sonnenstore ausserhalb des womos - bei der vermieterstation wollte uns jedoch niemand erklären, wie das teil ausgefahren wird und sie haben uns gebeten, die store gar nicht zu gebrauchen... - wir haben uns jedoch auf einem unserer ersten campgrounds von einem nachbarn erklären lassen, wie es geht und die store danach fast immer gebraucht!

zum thema dumping: auch wir hatten manchmal mühe, mit dem schieber und der dumpingschlauch war nach zweimal dumpen schon kaputt. wir haben dann auf eigene kosten einen neuen und stabileren gekauft.

das personal war alles andere als freundlich und es ging sehr hektisch zu bei der übernahme. die abgabe jedoch war dann wirklich einfach und schnell.

fazit: bei canadream werden wir nicht wieder buchen.

gruss falki
Anzeigen