Gordes

Koordinaten: 43°54'40"N, 5°12'04"E
Kühn klammert sich Gordes an einen Hügel am Rande des Plateau de Vaucluse. Dieses Bilderbuchdorf der Provence, dessen Gebäude vorwiegend aus Natursteinen der Region erbaut wurden, scheint geradezu mit seiner Umgebung zu verschmelzen. Ein Spaziergang durch die schmalen und steilen Gassen und über die klar gefassten öffentlichen Plätze unterstreicht diesen Eindruck.

Der felsige Hügel und die grauen Natursteinfassaden bilden den Hintergrund für in alle erdenklichen Farben leuchtenden Blumenschmuck und einen Himmel, dessen Blau im dezenten grauen Meer der Steine so sehr viel intensiver zur Geltung kommt. Ebenso farbenfroh zeigt sich die Kirche St. Firmin von Gordes. Ganz im Gegensatz zu ihrem schlicht anmutenden Äußeren wird sie im Innern von üppiger Bemalung in intensiven Farbtönen geschmückt. Dem provenzalischen Himmel gleich ziert die Wände ein kräftiges Blau. Gordes ist ein wahres Idyll für feinsinnige Beobachter und Genießer. Dieser Umstand hat dem Dorf auch einen besonderen Titel eingebracht: Gordes zählt offiziell zu den schönsten Dörfern Frankreichs.

Allerdings ist man sich in Gordes auch der Besonderheiten bewusst und so ist ein Besuch des Ortes kein ganz preiswertes Vergnügen. Die Preise bewegen sich auf hohem Niveau. So ist bereits der Parkplatz mit 3 Euro für Besucher kostenpflichtig.

Weblinks

Village des Bories


Bories
Bories 
Neben dem Dorf selbst sind vor allem die etwas außerhalb gelegenen Bories interessant. Bories sind Behausungen aus aufeinander geschichteten Steinen, die vollkommen ohne Mörtel oder ein anderes Verbindungsmittel auskommen und ihren Ursprung bereits in der Steinzeit haben. Bei Gordes wurde mit dem Village des Bories ein bis ins 19. Jahrhundert hinein bewohntes Dorf samt Wirtschaftsgebäuden rekonstruiert. Besucher können die Anlage auf eigene Faust erkunden (Eintritt: 5,50 €/Erwachsener). Innerhalb der Bories ausgestellte Gebrauchsgegenstände illustrieren die damaligen Lebensumstände. Einzig die Anfahrt über sehr schmale und kurvenreiche Straßen mit aufgeschichteten Steinmauern zu beiden Seiten ist etwas mühsam.



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