Grand Canyon National Park

Koordinaten: 36°16'27"N, 112°40'38"W
 

Daten & Fakten:
Eintritt:
$20.00 (Auto/Wohnmobil)
$10.00 (Motorrad/Fahrrad/zu Fuß)
National Park Pass

Alter des Gesteins: bis 2000 Millionen Jahre

Geschichte:
Forest Reserve: 1893
National Monument: 1908
National Park: 1919

Fläche des National Parks: 493 077 Hektar
Besucher 2004: 4 308 549
Jahresbudget 2004: $18 567 000
Wohl kaum ein anderer Canyon ist durch unzählige Abbildungen so bekannt wie der Grand Canyon. Und wohl kaum ein anderer Canyon wirkt auf dessen Betrachter beeindruckender als die vom Colorado River freigelegten Schluchten im Norden von Arizona.

Seine Existenz verdankt der Grand Canyon dem Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Nur dadurch, daß sich das Colorado Plateau im Laufen von Jahrmillionen auf inzwischen über 2000 m angehoben hat, konnte sich der Colorado so tief in das rote Gestein graben. Zeitweise versperrten Lavamassen aus einem Vulkanausbruch den Wassermaßen sogar den Weg durch den Grand Canyon. Doch die Kraft des Wassers entledigte sich selbst dieser Barriere. Heute hat der Colorado jedoch von seiner ursprünglichen Kraft eingebüst, weil dem Fluß an zahlreichen Stellen Wasser entnommen und entlang des langen Laufes die Wassermenge durch große Staumauern permanent reguliert wird.

Trotzdem ist der Grand Canyon noch immer eine der bekanntesten und gleichzeitig beliebtesten Sehenswürdigkeiten der USA. Circa vier Millionen Menschen besuchen den Grand Canyon National Park jedes Jahr. Ein Großteil davon besucht den touritisch besser ausgebauten South Rim, während es am weniger frequentierten North Rim ruhiger zugeht. In der Hochsaison ist der South Rim regelrecht überlaufen. So sehr, daß es selbst im auf Autoverkehr ausgerichteten Amerika am Grand Canyon durchaus zu Parkplatzproblemen kommen kann. Auch die als Gegenmaßnahme eingerichteten Shuttle Busse lindern dieses Problem kaum merklich.

Die meisten Besucher beschränken sich bei Ihrem Besuch auf mehrere Stopps an den bekannten Viewpoints und kleinere Spaziergänge entlang des Rims. Doch der Grand Canyon hat in seinem Innern sehr viel mehr zu bieten und erst zu Fuß lassen sich die enormen Ausmaße des Grand Canyon wirklich begreifen. Über mehrere gut ausgebaute Wanderwege gelangt man hinunter bis an die zerklüfteten Ufer des Colorados. Auf dem Bright Angel Trail passiert man dabei die Oase Indian Gardens mit viel grün inmitten der ansonsten kargen Steinlandschaft. Bei genügend Ausdauer und vorheriger Reservierung erreicht man ganz unten die Phantom Ranch, auf der übernachtet und gezeltet werden kann. Wer eine solche Reservierung bestätigt hat wählt meist den kürzeren, aber steileren Kaibab Trail für den Abstieg und den längeren, dafür weniger steilen Bright Angel Trail für den Wiederaufstieg aus dem Canyon am darauffolgenden Tag. Eintagesausflüge sollten laut Parkverwaltung lediglich bis zum Plateau Point führen, da jedes Jahr viele Wanderer ihre Kondition überschätzen.

Ende des Jahres 2006 wird eine neue Attraktion am Grand Canyon West eröffnet; der Skywalk. Es handelt sich um eine gläserne Brücke in einer Höhe von fast 1300 Metern. Das ist fast dreimal so hoch wie der Sears Tower in Chicago.

Der Skywalk liegt auf dem Gebiet der Hualapai Indianer und wird auch von ihnen verwaltet. Es wird zwar die ein oder andere Million Besucher erwartet. Gleichwohl soll es aber keine "laute" Attraktion sein. Ein einmaliges Erlebnis ist es wohl allemal. Man steht sozusagen im leeren Raum. Neben und unter sich nur Glas.

Der Zugang erfolgt zunächst über einen provisorischen Tunnel, später durch das Visitor Center, das Anfang 2007 fertiggestellt werden soll.

Die Fahrzeit von Las Vegas beträgt ca. 2 1/2 Stunden.

Weblinks






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