Grand Staircase-Escalante National Monument

Koordinaten: 37°20'07"N, 111°27'52"W
Lage: Utah
Gegründet: September 1996
Größe: 1,9 Millionen Acres
(768902 Hektar = 7689027202 m² = 7689 km²)
Offizielle Website des GSENM
Karte
Das Grand Staircase-Escalante National Monument (GSENM) ist eine abweisende, schroffe und vielfarbige Landschaft, reich an Zeugnissen der menschlichen und geologischen Entwicklungsgeschichte. Das Monument ist eines der jüngsten Schutzgebiete der Vereinigten Staaten und wurde im September 1996 von Bill Clinton gegen vielfachen Widerstand ausgerufen. Es liegt im Südosten von Utah und ist mit einer Fläche von 7689 km² gleichzeitig das größte Schutzgebiet in den kontinentalen Vereinigten Staaten. Verwaltet wird es, und das ist eine Besonderheit, nicht vom National Park Service (NPS), sondern vom Bureau of Landmanagement (BLM).
Grosvenor Arch
Grosvenor Arch 

Wahweap Hoodoos
Wahweap Hoodoos 

Das Monument vereint eine einmalige Kombination von archäologischen, historischen, paleontologischen, geologischen und biologischen Ressourcen. Gelegen in einer der einsamsten Gegenden der USA, ist es umgeben von den bekannten Nationalparks Bryce Canyon, Capitol Reef, der Glen Canyon National Recreation Area mit Lake Powell und dem Staatsforst Dixie National Forest.

Das Grand Staircase beinhaltet eine Vielfalt an beeindruckenden Naturwundern zwischen Wüste und Hochebene. Eine felsige Landschaft aus vielfarbigen Bergen, Abhängen, Ebenen und Tälern, durchzogen von Flussbetten, die die meiste Zeit des Jahres ausgetrocknet sind und sich nach Regenfällen in reissende Ströme verwandeln und die wenigen unbefestigten Strassen für alle Art von Fahrzeug unpassierbar machen, die aber auch eine Vielfalt von Canyons und Slotcanyons im Laufe der Jahr Millionen in die Landschaft gefräst haben. Das ist das Grand Staircase–Escalante N.M., eine faszinierende aber unberechenbare Landschaft.

Geologisch lässt sich das wissenschaftlich bedeutsame Land in drei Regionen unterteilen: The Grand Staircase (das grosse Treppenhaus), das Kaiparowits Plateau (Kaiparowits-Hochebene) und die Canyons of the Escalante (Schluchten des Escalante Fluss):

The Grand Staircase – ein erdgeschichtliches Museum:
Die creme- und rosa-farbenen Felsen des Navajo-Sandsteins bilden den dritten in einer Reihe von grossen geologischen Schritten die sich nördlich bis in die südwestecke des Monuments erstrecken. Die an ein grosses Treppenhaus erinnernden Erdschichten, gebildet aus den Chocolate, Vermillion, White, Gray und Pink Cliffs, umfassen fünf verschiedene Lebensräume, von der Sonora-Wüste bis zu Nadelwäldern. Es ist ein Meisterstück der geologischen und biologischen Vielfalt.

Das Kaiparowits Plataeu – das amerikanische Outback:
Eine gewaltige Ausdehnung von keilförmiger Blöcken, Tafelbergen und tief eingeschnittenen Schluchten ragt über das umgebende Canyonland hoch. Die isolierte, raue Hochebene ist Lebensraum für Wildtiere, seltene Pflanzen und wenige abenteuersuchende Outdoorer die sich auf dieses kompromisslose und einsame Land einlassen. Der Begriff Kaiparowits, zunächst nur ein Punkt am Nordende des Plateaus, nachdem später das ganze Land benannt wurde, stammt usprünglich aus dem Paiute-indianischen und bedeutet „Big Mountain’s Little Brother“. Auf dem Plateau wurden bereits viele prehistorische und kulturelle Fundstätten untersucht, viele weitere sollen in der Zukunft folgen.
Escalante Canyons
Escalante Canyons 

The Canyons of the Escalante – Wunder in Wasser und Stein:
Der Escalante Fluss stürzt über die südliche Flanke des Aquarius Plateau und windet sich durch einen 1,000-Meilen Irrgarten ineinanderübergehender Schluchten. Dieses magische Labyrinth ist eines der landschaftliche herausragendsten Naturwunder im Westen. Obgleich der spanische Entdecker und Priester Father Silvestre Velez de Escalante niemals einen Fuss auf das Land oder gar den Fluss gesehen hat, wurde der Fluss von der Powell-Expedition im Jahr 1872 nach ihm benannt.

Visitor Center des GSENM befinden sich in Escalante, Cannonville und Kanab. Hier erhält man Karten und die notwendigen Informationen über den Straßenzustand sowie Tips und Hinweise zu empfehlenswerten Aktivitäten. Von April bis Anfang November dazu in der Paria Contact Station am Highway 89, etwa 30 Meilen östlich von Kanab.

Strassen im GSENM
Das GSENM wird nur von wenigen Strassen erschlossen. Im Norden berührt der Utah-Hwy 12 das Monument, im Süden der US-Hwy 89.

Lower Calf Creek Fall
Lower Calf Creek Fall 
Der Utah-Highway 12 ist ein geteerte zweispurige Strasse, die zwischen den US-Highway 89, 8 Meilen südlich von Panguitch und dem Utah-Highway 24 in Torrey, in der Nähe des Capitol Reef National Park verläuft. Hwy 12 verbindet Bryce Canyon NP und Captiol Reef NP und verläuft zwischen Tropic und Boulder auf 68 Meilen Länge innerhalb der Grenzen des GSENM. Der UT-Hwy 12 trägt den Namen Scenic Byway und ist eine der schönsten Panoramastrassen im Westen der USA, mit phantastischen Ausblicken auf Slickrocksandsteinformationen und zahllose von Escalante River geschaffenen Canyons. Entlang der Strasse laden zahlreiche Aussichtspunkte und Ausstellungen zum Stopp ein. Mehrere kleine Städte, reich an Geschichte aus Pionierzeiten, laden zum Verweilen ein. Der Escalante Petrified Forest State Park, Calf Creek Recreation Area mit den Lower und Upper Calf Creek Falls, Phipps Wash, der Escalante River und der Anasazi Indian Village State Park bieten Erholung und unendliche Möglichkeiten für naturliebende Erholungssuchende.
Badlands am Highway 89
Badlands am Highway 89 

Der US-Highway 89 ist ein geteerter zweispuriger Highway an der südlichen Grenze des Monuments, der 72 Meilen zwischen Kanab/Utah und Page/Arizona Zugang zum Monument bietet. Zwischen Kanab und Big Water bieten sich schöne Ausblicke auf die Vermillion Cliffs und das Kaiparowits Plateau. Vom Highway zweigt die Zufahrtsstrasse zur Pahreah Town Site und Paria Movie Set ab. Auch die Paria Canyon-Vermillion Cliffs Wilderness erreicht man über den Hwy 89.

Long Canyon/Burr Trail
Long Canyon/Burr Trail 
Burr Trail: Die einzige asphaltierte Strasse innerhalb des Monuments ist der Burr Trail, der in Boulder vom Hwy 12 abzweigt und durch eine einzigartige rote Felsenlandschaft nach Bullfrog Marina führt. Die Strasse bietet Ausblick und Zugang zu Henry Mountains, die Waterpocket Fold, Circle Cliffs, Deer Creek, The Gulch und Long Canyon. Bei Meile 29,5 zweigt die Dirtroad Wolverin Loop Road ab, eine 28 Meilen lange Rundstrecke, die zu einem Gebiet mit versteinerten Bäumen und durch eine einzigartige Landschaft führt. An der Grenze zum Capitol Reef National Park endet nach 31 Meilen der asphaltierte Teil des Burr Trail, der Trail geht in eine Gravel Road über, die bei trockenen Bedingungen jedoch mit einem Strassenfahrzeug befahren werden kann.

Des weiteren wird das Monument von unasphaltierten Gravel- und Dirtroads erschlossen: Johnson Canyon/Skutumpah Road, der Cottonwood Canyon Road, der Smoky Mountain Road, Pahreah Townsite Road und der Hole-in-the-Rock-Road.
Johnson Canyon/Skutumpah Road: verläuft 46 Meilen lang zwischen Johnson Canyon und Kodachrome Basin. Diese teilasphaltierte Gravelroad passiert ein bemerkenswertes Gebiet, durchzogen von eingeschnittenen Canyons und Bächen. Der obere, 22 Meilen lange Abschnitt ist bei Nässe unpassierbar. Die Strasse ist die Zufahrt zur Bull Valley Gorge, Willis Creek und einigen anderen Einschnitten und Terrassen des GSENM.
Cottonwood Canyon
Cottonwood Canyon 
Cottonwood Canyon Road: Weite Strecken dieser Dirt- und Gravel Road sind nur bei trockenen Witterungsbedingungen zu befahren. Die 46 Meilen lange Route folgt dem Cockscomb, einer großen Biegung in der Erdkruste, die das Grand Staircase und das Kaiparowits Plateau trennt. Die Route bietet Zugang zum Round Valley, The Cockscomb, den Cottonwood Narrows, Candyland, Grosvenor Arch und Kodachrome Basin State Park, Boxsection of the Paria River, Wahweap Hoodoos, Yellow Rock, Hackberry Canyon.
Smoky Mountain Road: Einige Abschnitte dieser 78 Meilen Dirt- und Gravel Road erfordern Fahrzeuge mit hoher Bodenfreiheit, sodass von der Befahrung mit Strassen-PKWs abzuraten ist. Das Fahren auf der Strasse erfordert viel Aufmerksamkeit, da man schnell vom Weg abkommen kann. Sie quert Teile des Kaiparowits Plateaus. Besucher sollten gut vorbereitet sein, ausgestattet mit detaillierten Karten und Fahrzeugen in bestem technischen Zustand.
Chinle-Badlands, Pahreah Townsite
Chinle-Badlands, Pahreah Townsite 
Die Mitnahme von ausreichend Wasser und Notfallausrüstung ist unbedingt erforderlich. Die Strasse ist die Zufahrt zum Hinterland des Kaiparowits Plateau, Warm Creek, Crosby Canyon und bietet Ausblicke auf den Lake Powell.
Die Pahreah Townsite Road ist eine fünf Meilen lange Dirtroad, die bei trockenem Wetter durchaus mit einem Strassen-PKW befahrbar ist. Bei Nässe ist sie allerdings auch für Allrad-Fahrzeuge oftmals unpassierbar. Sie ist die Zufahrt ins Paria River Valley mit bunter Badlands-Szenerie, zur alten Ghosttown Pahreah Townsite und der Filmkulisse Paria Movie Set.
Hole in the Rock Road: Die Hole-in-the-Rock Road ist eine Dirt und Gravel-Aussichtsstrasse, die nach 57 Meilen an einem Aussichtspunkt auf den Lake Powell im Nichts endet.
Devils Garden
Devils Garden 
Die letzten 6 Meilen sind nur mit einem Allradfahrzeug befahrbar, die anderen Abschnitte der Strecke können bei guten, trockenen Bedingungen auch mit einem normalen Strassen-PKW befahren werden. Die Strasse folgt einer historischen Route, die mormonische Siedler in Jahr 1879-89 auf ihrer Reise zur Überquerung des Colorado Rivers genommen haben. Sie ist der Zugang zum Devil’s Garden, Escalante Canyon Trailheads, Dance Hall Rock, verschiedenen Slotcanyons (Harris Wash mit Zebra Slot, Peek-a-boo- und Spooky Slot am Dry Fork, Davis Gulch, Coyote Gulch u.v.m.) und bietet Ausblicke auf den Lake Powell vom Hole-in-the-Rock Overlook am Ende der Strasse.

Die weitaus größte Zahl der von den vorgenannten "Hauptstraßen" abzweigenden Pisten sind kaum Pkw-tauglich, und sollten nur mit einem Allradfahrzeug mit hoher Bodenfreiheit befahren werden. Eine dieser unbefestigten Straßen führt u.a. zu einer geologischen Kuriosität, den Moqui Marbles.

Canyoncrawler



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