Hofgut Guntershausen

Koordinaten: 49°48'58"N, 8°27'35"E
Inmitten des Europareservats Kühkopf-Knoblochsaue liegt das Hofgut Guntershausen direkt am Stockstädter Altrhein. Das Hofgut Guntershausen setzt sich neben dem Gutshaus selbst aus Ställen, Speichern, einem Besucherzentrum und einem Industriedenkmal zusammen. Historisch lässt sich die kleine Ansiedlung bis ins Jahr 1580 zurückverfolgen.

Das Hofgut Guntershausen ist heute Anlaufpunkt vieler Besuchergruppen des Naturschutzgebietes. Getragen wird die Anlage vom 1992 gegründeten Förderverein Hofgut Guntershausen e.V. Der Verein setzt sich für die Förderung des Naturschutzes, der Umweltpädagogik, sowie der Pflege von Kultur und Geschichte der Auenlandschaft des hessischen Rieds ein.

Industriedenkmal Ölpumpe


Restaurierte Ölpumpe
Restaurierte Ölpumpe 
Zwischen den Gemeinden Stockstadt, Gernsheim und Crumstadt erstreckt sich das Erdölfeld Stockstadt I, in dem bereits in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts Probebohrungen stattfanden. 1952 erschloss die Gewerkschaft Elwerath das Erdölfeld mit insgesamt 47 Bohrungen. Eine dieser Bohrungen ist Stockstadt 38 direkt am Hofgut Guntershausen, deren Förderanlage bis 1994 als letzte in Betrieb war. Insgesamt wurden in Stockstadt I über 42 Jahre hinweg etwas mehr als 100 Millionen Tonnen Erdöl gefördert. Heute erinnert die restaurierte Ölpumpe Stockstadt 38 an den Ölboom im hessischen Ried.

Naturschutz-Informationszentrum Kühkopf-Knoblochsaue


Seit 1995 ist das Naturschutz-Informationszentrum Kühkopf-Knoblochsaue im Hofgut Guntershausen untergebracht und bietet Besuchern einen idealen Einstieg zur Besichtigung des Naturschutzgebietes. Das Zentrum informiert u.a. über den Lebensraum Aue mit seinen speziellen Tier- und Pflanzenarten und ermöglicht an einem großen Modell per Knopfdruck die Simulation eines Hochwassers.

Öffnungszeiten: ganzjährig Samstags, Sonntags und Feiertags von 9.00 bis 17.00 Uhr.
Eintritt und Führungen: frei.

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