Laacher See

Koordinaten: 50°24'47"N, 7°16'15"E
Beim Laacher See handelt es sich um einen Calderasee nördlich der Gemeinde Mendig in der Vulkaneifel. Ein Calderasee ist eine wassergefüllte Caldera. Der Einbruchkrater des Laacher Sees entstand nachdem sich die Magmakammer unterhalb des Vulkankegels bei dessen letztem Ausbruch um 10.966 v. Chr. in einer gewaltigen Eruption entleert hatte und daraufhin einstürzte. Beim Ausbruch wurde die gesamte Umgebung bis zum Rheintal mit einer bis zu sieben Meter dicken Bimsschicht bedeckt, die heute in den Steinbrüchen der Umgebung freigelegt wird und deutlich abzulesen ist.

Im Laufe der Zeit füllte sich die Caldera bis zu einer Tiefe von 53 m vorwiegend mit Grundwasser. Einen natürlichen Abfluss besitzt der Laacher See nicht. Er ist der größte See in Rheinland-Pfalz. Über der Wasseroberfläche ist der Laacher See rings herum von einem durchschnittlich 125 m hohen Wall umgeben, der überwiegend bewaldet ist. Entlang dem Westufer des Laacher Sees führt eine Straße sowie mehrere Wanderwege durch den Wald rund herum. Auf dem ufernahen Weg an der Ostseite gelangt man an eine Stelle des Laacher Sees, an der sich mehrere Mofetten befinden. Mofetten sind unterirdische Kohlenstoffdioxidquellen. Bei ruhiger Wasseroberfläche sind die aufsteigenden und austretenden Bläschen aus Kohlenstoffdioxid deutlich erkennbar. Daran lässt sich eindrucksvoll erkennen, dass der Laacher See Vulkan keineswegs erloschen, sondern noch immer leicht aktiv ist.

Der Laacher See gehört der nahegelegenen Benediktinerabtei Maria Laach. Er wird als Naherholungsgebiet zum Schwimmen, Segeln, Wandern und Campen genutzt und steht unter Naturschutz. Einen guten Überlick über den gesamten Laacher See bietet der Lydiaturm nördlich des Sees.

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Gefährliches Flugzeugwrack im Laacher See


Irgendwo am Grund im Westteil des Laacher Sees liegt das Flugzeugwrack eines viermotorigen britischen Langstreckenbombers vom Typ Halifax Mark II, der während dem Zweiten Weltkrieg am 29. August 1942 in den Laacher See abstürzte. Informationen über die beim letzten Flug an Bord befindliche Bombenfracht sind unklar. Zudem könnten sich noch unbestimmte Mengen von Treibstoff und Reste von Hydrauliköl an Bord des Wracks befinden. Vom 2. bis 20. Juni 2008 wurden vom Kampfmittelräumdienst Tauchgänge zur Erkundung unternommen. Dabei fanden sich zwar vereinzelte Teile der Maschine, jedoch nicht das Wrack selbst oder gar eine explosive Ladung.

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