Las Vegas

Koordinaten: 36°14'39"N, 115°15'03"W
Die Glitzermetropole in der Wüste Nevadas symbolisiert wie wohl kein anderer Ort der Welt, wie man auch ohne kulturelles Erbe oder fantastische Lage zu einem Touristenmagnet werden kann - Geld. Und dabei geht es um Milliarden, die jedes Jahr in den Casinos der Stadt umgesetzt werden. Im Kampf um Besucher und damit mögliche Casino-Kunden sehen sich die Hotelbesitzer und Investoren zu immer spektakuläreren Innovationen gezwungen, so dass Bau und Abriss das Stadtbild ständig verändern. Waren es in den Neunzigern des vergangenen Jahrhunderts vor allem die Themenhotels (Caesars Palace, Luxor, New York New York, Paris, Venetian), die mit teuren Einkaufsstraßen, Achterbahnen, Theater und Shows die Besucher in die Casinos lockten, so entstehen in letzter Zeit zunehmend Luxusherbergen wie das Wynn, die vor allem zahlungskräftiges Publikum anziehen sollen.

Auch wenn man kein Spieler ist, kann man sich dem Flair der Stadt - vor allem am Abend - kaum entziehen. Den schönsten Blick auf den Strip, wie der Boulevard heißt, an dem sich die Hotels wie Perlen an einer Kette aufreihen, hat man vom Stratosphere Tower. Außer natürlich, man verfügt über das nötige Kleingeld, um sich eine der teuren Suiten zu besorgen, von deren Whirlpool man direkt auf die bunten Reklameschilder blickt.

Obwohl die Stadt auf allen Karten sehr kompakt aussieht und die Hotels dicht aneinander stehen, laufen die meisten Besucher hier mehr Meilen als in den großen Nationalparks. Zum einen sind die Hotels riesige Anlagen, wobei das MGM mit über 5000 Zimmern wohl noch eine Weile den Spitzenplatz hält. Zum anderen liegt das an der labyrinthartigen Gestaltung der Hotels und vor allem der Casinos. Die Eingänge sind kaum zu übersehen, aber wenn man erst einmal im Innern der Festung ist, sucht man meist vergeblich nach einem schnellen Ausgang. Selbst der Weg zum Parkplatz wird dann schnell zum Marathon, was genau dazu führt, dass man schnell zum Kilometerfresser wird. Glücklicherweise fahren die günstigen Stadtbusse die ganze Nacht stripauf- und -abwärts.

Neben der äußeren Erscheinung gibt es aber noch ein anderes Marketing-Konzept, dass die potentiellen Spieler locken soll, die günstigen Preise. In kaum einer anderen großen Stadt der USA kann man so günstig und gut übernachten und essen wie in Las Vegas. Selbst die besten Hotels kämpfen mit Schnäppchenpreisen, und Gutscheinen um die Kunden. Leider gilt das aber nur von Sonntag bis Donnerstag. An den Wochenenden steigen die Preise massiv an, was sogar soweit führt, dass viele Hotels Mindestaufenthalte eingeführt haben.

Das relativ freie Leben, fernab vom Spielverbot, vermischt mit den kostenlosen Drinks, die man erhält, wenn man nur lange genug spielt und die eigentlich immer vorhandenen hohen Temperaturen, sorgen dafür, dass auch der hundertsten Hochzeitskapelle in der Stadt niemals die Kunden ausgehen. Von der Drive-In-Trauung in weniger als zehn Minuten bis zur Fahrt mit der Limousine direkt in die Hochzeitssuite reicht das Spektrum, je nach Bedarf und Geldbeutel der zukünftigen Eheleute.

Obwohl Las Vegas eine gigantische Sehenswürdigkeit an sich ist, wird die Stadt wegen ihrer hervorragenden Infrastruktur von vielen auch als Ausgangspunkt für Rundreisen in die Nationalparks Utahs genutzt. Wer nicht ganz so viel Zeit hat, kann sich auch mit einem Rundflug über den Grand Canyon begnügen. Von Deutschland wird Las Vegas derzeit leider nur von Condor non-stop angeflogen. Die großen Hubs an der Ostküste sorgen aber auch bei anderen Fluggesellschaften für eine schnelle und unkomplizierte Anbindung.



Eine riesige Slotmachine
Eine riesige Slotmachine 


Der Springbrunnen vor dem Bellagio
Der Springbrunnen vor dem Bellagio 


Der Blick auf den Las Vegas Eifelturm mit dem Hotel Paris
Der Blick auf den Las Vegas Eifelturm mit dem Hotel Paris 






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