Matterhorn

Koordinaten: 45°58'27"N, 7°39'11"E
Als bekanntester 4000er ist das Matterhorn oberhalb von Zermatt längst zum Sinnbild der Alpen stilisiert. Tausende von Bergsteigern haben versucht den Berg über seine Flanken zu besteigen und Millionen von Touristen haben versucht das Matterhorn auf Abermillionen Photos zu bannen. Es ist nicht die Größe, sondern die unverkennbare Schönheit dieses Pyramidenberges mit seinen messerscharfen Graten, deren Reiz jeder Besucher erliegt. Mit seinen 4532 Metern ist das Matterhorn bei weitem nicht der höchste Berg der Alpen, aber dafür einer der Schwierigsten und mit Abstand der Meistbesuchteste.

Mit dem Aufkommen des Massentourismus wurden permanent Ideen entwickelt um den Touristen immer noch mehr bieten zu können. Seinen Höhepunkt fand dieses Streben in dem ehrgeizigen und spektakulären Vorhaben das Matterhorn wie einen Schweizer Käse zu durchlöchern und eine Bahn in einem Tunnel im Innern des Matterhorns bis auf dessen Gipfel zu bauen. Glücklicherweise wurden diese Pläne angesichts des immensen technischen Aufwandes und unüberschaubarer Kosten wieder fallen gelassen.

Die Bestgeigungsgeschichte des Matterhorns beginnt bereits im 19. Jahrhundert und löste eine nicht abebben wollende Flut von Besteigungsversuchen aus. Bei seiner Erstbesteigung im Jahre 1865 über den Hörnligrat stürzten vier der sieben Bergsteiger nach Erreichen des Gipfels in den tragischen Tod, nachdem ein Seil unter der Last der vier gerissen war. Spätestens damit wurde der Mythos Matterhorn geboren, dem seither unzählige Bergsteiger erlegen sind und der für jene, die Ihr Ziel erreicht haben, zu Ruhm und Anerkennung geführt hat, während andere ihre Anstrengungen mit dem Leben bezahlen mussten. Dem Matterhorn und dem Willen es zu besteigen sind bis heute schon mehr als 500 Bergsteiger zum Opfer gefallen.

Eine der herausragenden Gestalten unter den vielen Bergführern ist Ulrich Inderbinen. Im September 1921 Bestieg er das Matterhorn zum ersten Mal. Dem folgten bis ins hohe Alter von 90 Jahren mehr als 370 weitere Besteigungen des Berges. Inderbinen stand so oft auf dem Gipfel des Matterhorns wie kein anderer. Am 14.06.2004 verstarb er im Alter von 103 Jahren.




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