Koordinaten: 29°12'52"N, 13°28'52"W
Mirador del Río
Bar im Mirador del Río
Panoramafenster
Aussicht vom Mirador del Río
Öffnungszeiten:
Täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr (letzter Einlass um 17.45 Uhr)
Getränkebar von 10.00 Uhr bis 17.45 Uhr
Eintritt:
4,70 Euro pro Person
Manriques Werk ist aus der Entfernung nicht zu erkennen. Erst aus der Nähe nimmt man die aus groben Steinen aufgeschichteten runden Mauern wahr, die sich harmonisch in ihre Umgebung einbinden. Einzig das runde Fenster oberhalb des schlichten Portals deutet auf das dahinter Liegende hin.
Nachdem 4,70 Euro pro Person für den Eintritt entrichtet wurden, tritt man über einen kurzen Gang, an dessen Seiten mit einigen Schüsseln und Krügen inseltypische Aufbewahrungsgegenstände aus Ton ausgestellt sind, ein in einen Raum, der wie eine zweikammerige Höhle wirkt. Wie von außen ist auch der Innenraum schlicht gehalten. Mit dem für ihn typischen weißen Kalk gestaltete César Manrique weiche und runde Formen und verzichtete auf ausgeprägte Ecken und Kanten. Zum strahlenden Weiß der Oberflächen bildet der dunkle Dielenboden aus Holz einen harmonischen Kontrast. Von den Decken beider Kammern hängen große filigrane Kunstwerke aus Eisen in die gewölbten Räume des Mirador del Río. In der linken Kammer ist eine beleuchtete Bar mit Theke und einfachen Stühlen und Tischen untergebracht, während sich in der rechten Kammer ein großes Sofa um den Kamin aus behauenen Lavasteinen schmiegt. Zur Nordseite sind beide Kammern mit raumhoch Fensterfronten verglast, durch die sich bei gutem Wetter eine wunderschönen Aussicht bietet. An der Linken und rechten Seite beider Kammern befinden sich Ausgänge zu den davor liegenden Aussichtsterrassen. Über eine Treppe gelangt man von der rechten Kammer auf eine Zwischenebene, die zum Verkauf von Andenken und Souvenirs genutzt wird. In einer Nische befindet sich eine kleine Sitzecke und auch das von außen erkennbare runde Fenster mit Blick nach Süden zum Montaña Corona. Die Wendeltreppe führt weiter hinauf zur außen liegenden Aussichtsplattform auf dem Mirador del Río.
Von den verschiedenen Aussichtspunkten im innern und äußeren des Mirador del Río zeigt sich den Besuchern die Lanzarote im tiefblauen Wasser des Atlantiks vorgelagerte Insel La Graciosa. Bei entsprechenden Wetter lässt sich die ganze Insel mit ihren markanten Vulkanen und dem Hauptort Caleta del Sebo überblicken. Sogar das kleine Eiland Isla de Montaña Clara ist zu erkennen. Zu Füßen des Küstengebirges El Risco de Famara liegen die mittlerweile aufgegebenen Salinas del Río mit ihrem rot schimmernden Wasser und dem einsamen Strand Playa del Risco. Beide sind über einen Wanderweg, dessen Ausgangspunkt wenige Kilometer südlich des Mirador del Río liegt zugänglich
Abseits der Touristenmassen
Auf dem Felsrücken der Risco de Famara verläuft eine Geländepiste mit eindrucksvollen Ausblicken in Richtung Nordspitze Lanzarotes. Der Weg beginnt unterhalb des Parkplatzes des Mirador del Ríos und führt in Richtung Nordosten. Nach wenigen Minuten erreicht man die Bateria, eine ehemalige militärische Befestigungsanlage zur Überwachung der Meerenge El Río. Fortan bietet sich der bereits vom Mirador del Río bekannten fantastischen Ausblick auf die Lanzarote vorgelagerte Insel La Graciosa. Im weiteren Verlauf gesellt sich zu diesem Anblick außerdem der Ausblick über das Malpais de la Corona mit den weißen Stränden der Caletons, das Fischerdorf Orzola mit seinem Playa de la Canteria und die Punta Fariones, welche die Nordspitze Lanzarotes markiert, hinzu. Mit dem Roque del Este, der Isla de Montana Clara, dem Roque del Oeste und der Isla de Alegranza lassen sich die Inseln des Chinijo Archipels überblicken. Wanderer sollten die Wege nicht verlassen, denn sie bewegen sich im Parque Natural del Archipelago Chinijo.

