Montaña Negra

Koordinaten: 28°59'42"N, 13°40'47"W
Südlich der Caldera Colorada erhebt sich der farblich zwar unspektakulärere aber dafür höhere Montaña Negra. Vom Rundweg um die Caldera Colorada zweigt eine Geländepiste in Richtung des Vulkanes ab. Der geringe Abstand beider Berge bewirkt einen eindrucksvollen Kamineffekt. Weht auf der Insel bereits Wind, wird er zwischen diesen beiden Vulkanen nochmals beschleunigt und kann Wanderer auf der ausgesetzten Passage vom einen zum anderen Berg durchaus ins Wanken bringen. Am Fuße des Montaña Negra angelangt, führt der weitere Weg anfangs in der Direkten auf den Gipfel zu. Oberhalb des spärlichen grünen Bewuchses zweigt ein Wanderweg nach Links ab. Vorbei an vereinzelten Lavatrichtern mit teilweise abgestorbenen Weinreben mündet der Weg in den flachen Krater des Montaña Negra. Selbst in dieser ausgesetzten Lage gedeiht bereits im spärlichsten Windschatten relativ üppiger Pflanzenbewuchs. Dort angekommen kann der Gipfel über den linken Kraterrand vollends erklommen werden. Von oben lässt sich vom Meer zum Meer und vom Atalaya de Femés mit den Los Ajaches bis zur El Risco de Famara ein Großteil der gesamten Insel überblicken. Dabei erahnt man die enorme Ausdehnung des Mar de Lava, aus dem sich zahlreich die Vulkane erheben, und damit die Ausmaße vulkanischer Tragödien, die sich auf Lanzarote abgespielt haben. In direkter Nachbarschaft leuchtet die Caldera Colorada in ihrem unvergleichlichen Rot; westlich des Montaña Negra überblickt man den scharfkantige Krater des Montaña de las Lapas. Noch weiter im Westen zeigen sich die Kulturlandschaften des Weinanbaugebiet La Geria bis nach Uga mit dem dahinter emporragenden Atalaya de Femés und in entgegengesetzter Richtung das Weinanbaugebiet El Grifo.




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