Ossuaire de Douaumont

Koordinaten: 49°12'30"N, 5°25'25"E
Ossuaire de Douaumont
Ossuaire de Douaumont 

Ossuaire de Douaumont
Ossuaire de Douaumont 
Das Beinhaus von Douaumont ("Ossuaire de Douaumont") ist gleichermaßen Mahnmal wie letzte Ruhestätte von 130 000 unbekannten Soldaten aller Nationen, die in der Schlacht um Verdun gefallen waren.

Das 120 m lange Beinhaus steht auf dem Rücken des Thiaumont. An der Außenseite befinden sich unter anderem die Wappen aller Städte, die Geld zum Bau des Ossuaire de Douaumont beisteuerten. In der Mitte des dreiflügeligen Bauwerks erhebt sich ein 46 m hoher Turm mit einem kleinen Museum. In der Spitze des Turms befindet sich die große Siegesglocke, die zu wichtigen Zeremonien geläutet wird. Unterstützt wird das Geläut von den Totenlaternen - Scheinwerfern, die über das Schlachtfeld leuchten. In den beiden großen Seitenflügeln befinden sich Gedenksteine und Grabplatten. Die Steinblöcke der Gewölbe tragen als Inschrift die Namen gefallener Soldaten. Im zentralen Gebäudeflügel ist eine kleine Kapelle untergebracht, in der der Toten gedacht wird, die im Untergeschoss beigesetzt sind. Die Knochenkammern mit den Gebeinen sind an der Rückseite des Beinhauses von außen durch Glasscheiben einsehbar.

Unterhalb des Beinhauses erstreckt sich ein Friedhof, auf dem 15 000 gefallene französische Soldaten beigesetzt sind. Neben christlichen Gräbern mit Kreuzen findet sich hier auch ein Gräberfeld für Gefallene muslimischen Glaubens, deren Grabsteine nach Osten Richtung Mekka hin ausgerichtet sind.

Geschichte des Beinhauses von Douaumont


Die Schlacht von Verdun kostete mehr als 300 000 Soldaten das Leben. Soldaten, die identifiziert werden konnten, wurden auf Friedhöfen beigesetzt. Die tausenden unbekannten Toten, die in den Gefechten bis zur Unkenntlichkeit entstellt wurden, setzte man zunächst in einem provisorischen Beinhauses bei.

Beim Besuch des Provisorium durch Monsignore Ginisty, dem Bischof von Verdun und dem General Valantin, der auch Gouverneur von Verdun war, entwickelte sich der Gedanke, den Gefallenen eine würdige Grabstätte zu Teil werden zu lassen, an der die Angehörigen ihrer Verstorbenen gedenken können. Am 22. August 1920 erfolgte die Grundsteinlegung des von den Architekten Azema, Edrei und Hardy entworfenen Ossuaire de Douaumont durch Marschall Pétain, den Ehrenpräsident des Komitees für das Beinhaus. Am 17. September 1927 wurde das provisorische in das neu fertiggestellte Beinhaus mit seinen 52 Ringen, die die Abschnitte der Schlacht von Verdun darstellen, feierlich übertragen. Die Offizielle Einweihung durch den Französischen Präsidenten Albert François Lebrun fand schließlich am 7. August 1932 statt.

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