Parc National des Pyrénées

Koordinaten: 42°54'44"N, 0°14'00"W
Der Parc National des Pyrénées (deutsch "Pyrenäen Nationalpark") ist ein Nationalpark in Frankreich und grenzt über eine Länge von 15 km an den spanischen Ordesa Nationalpark. Der Pyrenäen Nationalpark gliedert sich in zwei Zonen: Einen Kernbereich mit einer Größe von 45 700 ha, der unter besonderem Schutz steht sowie eine Randzone mit 206 300 ha. In Ost-West Richtung hat der Pyrenäen Nationalpark eine Ausdehnung von etwa 100 km und erstreckt sich dabei über sechs benachbarte Täler, von denen jedes seinen eigene Charakteristik aufweist:

  • das Vallée d'Aspe ist mit seinen ausgedehnten Wäldern eines der letzten Rückzugsgebiete für Bären,
  • das benachbarte Vallée d'Ossau ist von Weidewirtschaft geprägt,
  • das Val d'Azun mit dem Vallée d'Arrens, die vom 3144 m hohen Balaïtous überragt werden,
  • das Vallée de Cauterets mit seinen spektakulären Wasserfällen und dem Vignemale,
  • das Vallée de Luz-Gavarnie mit seinen bekannten Cirques (Cirque de Gavarnie, Cirque d'Estaubé und Cirque de Troumouse)
  • und das Vallée d'Aure mit dem Réserve Naturelle du Néouvielle am weitesten im Osten, mit dem höchstgelegenen Pinienwald in ganz Europa.

Innerhalb des Pyrenäen Nationalparks ist wildes Zelten für mehrere Tage an ein und demselben Ort verboten; Ein Biwak für eine Nacht wird jedoch ausdrücklich toleriert, solange man sich weiter als eine Stunde von einer Straße entfernt befindet. Manche Bereiche verfügen sogar über ausgewiesene Biwakplätze, so das Réserve Naturelle du Néouvielle und einzelne Refuges.

Sehenswürdigkeiten im Pyrenäen Nationalpark



Daten und Fakten zum Pyrenäen Nationalpark


Gründung: 23. März 1967
Mitarbeiterstab: 62 Vollzeit- und 23 Teilzeitbeschäftigte
Kernzone: 457 km²
Randzone: 3062 km²
Besucherzahl: mehr als 1,5 Millionen im Jahr
Höhe: zwischen 1067 m und 3298 m
Wanderwege: 350 km ausgeschilderte Wanderwege
Seen: 118 Seen mit 571 Algenarten
Flora: 160 Endemiten
Säugetiere: 64 von insgesamt 167 kontinentalen Arten in Frankreich
Bären: 6 (Stand 1999)
Gämsen: mehr als 6000
Geflügel: 157 erwachsene Auerhähne
Raubvögel (Bestand im Kernbereich und Randzone):
12 Paare von Bartgeiern
270 Paare von Gänsegeiern
25-30 Paare von Wanderfalken
27 Paare von Schmutzgeiern
17 Paare von Steinadlern

Weblinks



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