Provence

Koordinaten: 43°59'34"N, 6°5'11"E
Lavendel prägt die Provence visuell und olfaktorisch
Lavendel prägt die Provence visuell und olfaktorisch 
Nichts ist kennzeichnender für die Provence als ihre Gegensätze. Zwischen Alpen und Pyrenäen bildet das Rhonetal einen Kamin für den Mistral. Mistral, das ist ein starker Wind, der kalte Polarluft entlang der Rhone in die Provence bringt. Im Nu lässt dieser Wind die provenzalischen Temperaturen in den Keller fallen. Selbst im Hochsommer vermag er es die von der gleißenden Sonne erhitzte Luft extrem abzukühlen. Diese enormen Temperaturschwankungen und der starke Wind fegen in den Hochlagen ganze Berggipfel kahl. Kaum ein Kraut ist diesen Extremen gewachsen. Was bleibt ist eine Steinwüste wie am Mont Ventoux.

Doch der Mistral bringt auch neue Frische in die von der Sonne verbrannte Provence. Er reinigt die Täler und Senken von Dunst, Smog und der schwülen Hitze. Jener drückenden Hitze, die entsteht, wenn die Sonne tagelang vom blauen Himmel strahlt und feuchte Meeresluft sich dazu gesellt. Besonders im Hochsommer entlädt sich die spannungsgeladene Luft in kräftigen Gewittern mit kurzen aber starken Regenschauern. Regen, den die vertrocknete Region eigentlich so dringend bräuchte, der sich aber doch zu rar macht.

Die Provence ist von der Sonne verwöhnt, ihre Natur aber leidet unter dieser Trockenheit. Trockenheit, die Nahrung spendet für eine der größten Gefahren der Provence, den in jüngster Zeit vermehrt und zunehmend zerstörerischen Waldbränden. Viele Hektar Wald und karges Buschland fallen Jahr für Jahr dem Feuer zum Opfer. Entsprechende Rücksichtnahme ist für Touristen unabdingbar. Im Gegenzug entlohnt die Provence ihre Besucher mit unzähligen Besonderheiten. Lila leuchtet der Lavendel im lieblichen Licht der Provence und verwöhnt das Auge und den Geruchssinn unter dem grenzenlos blauen Himmel.

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