Reisemittel USA

Amerika läßt sich auf unterschiedliche Weise bereisen. Aus einer Umfrage im Amerika Forum ist folgender Artikel hervorgegangen, der die Vor- und Nachteile verschiedener Reisemittel gegenüberstellt.

PKW / Motel


Vorteile:
  • die individuellste Art zu reisen
  • die Route kann man sich selbst einteilen
  • man kann je nach Route viel von Land und Leuten kennenlernen
  • Flexibilität und Freiheit
  • die Strecke ist manchmal das Ziel
  • große Anzahl/Auswahl
  • komfortabler als Isomatte (schließlich kann Urlaub auch erholsam sein)
  • i.d.R. verkehrsgünstige Lage (s. jedoch Nachteile)
  • problemlose Reservierung (und Stornierung)
  • schafft Flexibilität und Freiheit in jeder Hinsicht (Sehenswürdigkeiten, Route, Stopps, Unterkünften, Gepäcktransport, Einkaufen etc.)
  • angenehmes Fahren
  • es können fast alle Arten von Straßen befahren werden
  • relativ preiswerte Spritpreise
  • die eigene Planung selbst stell einen durchaus reizvollen Zusatzfaktor dar

Nachteile:
  • abhängigkeit von Restaurants und Unterkünften
  • der Fahrer kann sich nicht erholen
  • insbesondere in größeren Städten teuer
  • schlechtere Kontaktmöglichkeit
  • bei größeren Kategorien verhältnismäßig teuer
  • verkehrsgünstige Lage kann bedeuten an einer Ausfallstraße gelegen, (Tankstelle, Autohändler ...)
  • aufgrund der Lage manchmal keine "Auslaufmöglichkeit"
  • bei einer Rundreise in Kombination mit Hotel/Motel die zweimal tägliche Gepäckschlepperei
  • Reiseleitung und Betreuung vor Ort fehlen

Motorradreisen sind nicht seperat aufgeführt, da sie zum großen Teil dem der PKW/Van/SUV-Kategorie entsprechen.

PKW / Zelten


Vorteile:

- günstigste Art der Übernachtung, sogar kostenloses Zelten auf BLM-Land und in National Forests möglich
- im Nationalpark ist Campen oft die einzige Übernachtungsmöglichkeit
- die beste Möglichkeit um die Natur besonders intensiv zu erleben
- maximale Flexibilität, da selbst in der Hauptreisezeit normalerweise keine Reservierungen erforderlich sind
- riesiges Angebot an Campingplätzen unterschiedlicher Ausstattung
- Selbstverpflegung macht unabhängig von Restaurants (und einmal mit Vorräten bewaffnet gänzlich unabhängig von der Zivilisation!)
- Für die Sauberkeit der "Räumlichkeiten" ist man selbst verantwortlich und erlebt keine unschönen Überraschungen mit Motels zweifelhafter Kategorie
- Outdoorromantik mit lauen Nächten am Lagerfeuer ist nicht zu toppen
- Ungezwungene Campingatmosphäre schafft schnell Kontakt
- Für viele Canyon- und Backcountrytouren ist Zelt und Schlafsack ohnehin erforderlich

Nachteile:

- Wetterabhängigkeit (je nach Reiseziel sollte man regenfest und frostsicher sein und keine Angst vor Tieren haben)
- keine Kühlmöglichkeit, daher etwas einfältiger Speiseplan
- Improvisation beim Aufladen der Akkus von elektronischen Geräten gefordert (man hat beim Zelten ja keine 110 V Steckdosen)
- Stadtcampingplätze sind meistens laut und hässlich
- nach ausgedehnten Shoppingtouren kann es mit dem Gepäcklimit durch die mitgeführte Campingausrüstung eng werden
- eigener PKW erforderlich, da Campinplätze mit öffentlichen Verkehrsmitteln kaum erreichbar sind - aber wir reisen sowieso nicht ohne (Miet)wagen
- grösserer PKW erforderlich durch die Campingmehrausrüstung - fällt für uns aber nicht ins Gewicht, da SUVs immer grösser sind als Compact-Class!
- Beladen des Autos erfordert etwas Planung, da ansonsten ständiges Chaos bei Auf- und Abbau, Essenszubereitung herrscht
- Bei der Körperhygiene ist manchmal Improvisation gefordert, da die schönsten Plätze mitten in der Natur selten fliessend Wasser haben.

Wohnmobil


Vorteile:

- Individuelle Planung
- Immer das eigene Bett dabei
- Neben dem eigenen Bett auch die komplette weitere Infrastruktur wie Herd, Kühlschrank, Dusche WC etc.
- Keine Gepäckschlepperei
- Hinsichtlich Lage und Ausstattung Riesenauswahl an Campingplätzen für jeden Bedarf. Von naturnah bis stadtnah. Von einfachst bis zu luxuriösen Resorts.
- Sehr gute Kontaktmöglichkeiten
- Nur eine Tür zwischen „Wohnung“ und Natur.
- „Auslaufmöglichkeiten“ für abendliche Spaziergänge, Wanderungen
- Campingstühle ausgepackt und man kann die Abende auf der „eigenen Terrasse“ verbringen, inkl. BBQ und Lagerfeuer
- Pausen können dann gemacht werden, wenn man es möchte. Bei Hunger oder Durst keine Suche nach Imbiß, Restaurant etc., da man auf eigene Vorräte zurückgreifen kann. Pinkelpausen dto., da das eigene WC immer mitfährt. Selbst ein kurzes Nickerchen zwischendurch im eigenen Bett ist möglich (bei besonders langen Etappen durchaus erholsam).
- man hat Unterkunft und Nahrung dabei
- Route muss nicht mit Unterkünften geplant werden

Nachteile:

- einige (wenige) Strassen können nicht befahren werden
- höherer Zeitaufwand für die einzelnen Etappen
- In Städten findet man nicht immer eine Parkmöglichkeit
- Essen kann/muss selbst zubereitet werden und für die Ordnung ist man auch selbst zuständig

individuelle Zugreisen


Vorteile:

- angenehme Reisegeschwindigkeit
- Kontaktmöglichkeit während der Fahrt (besonders schön für Alleinreisende)
- Panoramawagen mit Spitzenaussicht
- Überbrückung größerer Distanzen (Einsparen der Einwegmiete / kein Stress für den Fahrer)
- nicht zu teuer (Specials und Rail Pass sehr günstig, Einzeltickets vergleichsweise teuer
´- verschiedene Preismodelle (Einzeltickets u. Rail Pässe zusätzlich Online-Specials)
- angenehme Ausstattung (großzügig Sitze /bei mir sauber)
- Nachtreise spart Übernachtungskosten und viel Zeit
- altersunabhängige Preise (kein Underage-Zuschlag wie beim Mietwagen)
- Amtrak unterhält ein ausgedehntes Netz von Anschlussbussen, um Orte und Nationalparks anzubinden, die der Zug nicht erreicht
- Freundliches Zugpersonal, das bei entsprechendem (nicht obligatorischem) Trinkgeld auch mal außergewöhnlich reagiert
- auf vielen Strecken ist das Einchecken von Gepäck lange vor Abfahrt und Abholen lange nach Ankunft möglich
- Essen im Speisewagen wird frisch zubereitet, gutes Preis-Leistungsverhältnis, kaum teurer als vergleichbare Restaurants, tolles Ambiente
- man fährt auch nachts und kann so große Strecken zurücklegen.
- man kann sich im Zug auch mal bewegen

Nachteile:

- spärliches Streckennetz Ausnahmen: Nordosten + Kalifornien
- Verspätungen teilweise mehrstündig, bei Anschlussverlust Hotel oder Flug
- erhöhter Planungsaufwand sinnvolle Routenplanung oft nur mit Fahrplan und Stadtplänen möglich
- Gepäcktransport vor und nach der Zugfahrt dadurch Unterkunftswahl sehr eingeschränkt, billige Motels am Stadtrand nicht oder nur schlecht bzw. unkomfortabel erreichbar bzw. teures Taxi nötig
- günstigEinkaufen (ohne Mietwagen) so gut wie unmöglich oder nur sehr unkomfortabel mit ÖPNV
- Mobilität an den Zielen (Ausnahme Städte mit guten öffentl. Verkehrsmitteln)
- Schlafen in den Sitzen ist nicht so bequem
- Schlafwagenaufpreis ist sehr, sehr teuer, da alle Mahlzeiten sowie Hotelservice im Preis bereits enthalten sind, günstige Liegenwagen wie in Europa nicht vorhanden
- Snacks entsprechend teuer aber billiger als bei der deutschen Bahn
- (im Sommer) Klimaanlage zu kalt eingestellt
- Manche Bahnhöfe liegen weit außerhalb des Zentrums, ÖPNV-Anbindung dann häufig mangelhaft
- allgemein höherer Informationsbedarf bei Planung, Unterkunftssuche, Mobilität vor Ort, dadurch Flexibilität sehr eingeschränkt
- man sollte die Reise sehr gut planen, damit man nicht irgendwo festsitzt.

organisierte Busreisen


Vorteile:

- Reise ist fix und fertig durchorganisiert
- Kontaktmöglichkeit während der Fahrt (kann je nach Zusammensetzung der Reisegruppe aber auch mal ein Nachteil sein)
- man kann Rundreisen nach seinen Reiseziel-Wünschen aussuchen
- von Anfang bis Ende finanzielle Klarheit über die Reisekosten (Zug zum Flug, Anschlussflüge, Flughafensteuern und Sicherheitsgebühren, Rundreiseprogramm, NP-Eintrittsgelder sind inklusive dem uns vorher bekannten Reisepreis)
- durchgängige deutschsprachige Reiseleitung, rundum Betreuung, Infos aus erster Hand, immer Hilfe durch die Reiseleitung
- fast immer - da man ja mit Gleichgesinnten unterwegs ist - gute und interessante Bekanntschaften
- Englischkenntnisse nicht zwingend notwendig

Nachteile:

- Keine individuelle Gestaltungsmöglichkeit
- Tagesetappen meist sehr lange (mir reicht schon, dass ich im Alltagsleben den größten Teil des Tages sitzend am Schreibtisch verbringen muß)
- Aufenthalte an Sehenswürdigkeiten etc. und Pausen zeitlich sehr reglementiert.
- Wenig Zeit zur freien Verfügung. Besichtigungen, Museumsbesuche etc. immer nur im Pulk
Bindung an die Planungen des Veranstalters
- es werden weitaus überwiegend nur die "üblichen Touristenziele" angesteuert
- keine individuelle Routenplanung möglich
- keine individuelle Auswahlmöglichkeit der Unterkünfte
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