Rund um den Henninger Turm

Rund um den Henninger Turm war eines der bedeutendsten Eintagesrennen im Radsport und fand zwischen 1962 und 2008 jedes Jahr am 1. Mai statt. Das Rennen gliederte sich in drei Klassen: Profi-Rennen, Amateur-Rennen und Jedermann-Rennen jeweils mit unterschiedlichen Streckenlängen und Schwierigkeitsprofilen. Start und Ziel lagen jeweils in Frankfurt am Main.

Mit dem Ausstieg des Hauptsponsors Binding Brauerei 2008 war die Fortführung der Veranstaltung über längere Zeit ungesichert. Doch letzten Endes wird das Henninger Rennen nicht untergehen. Unter neuem Namen aber mit dem bewährten Konzept wird es eine Neuauflage des Traditionsrennens geben. Am 1. Mai 2009 findet der 1. Eschborn-Frankfurt City Loop statt.

Rund um den Henninger Turm 2008


Streckenverlauf


Am 1. Mai 2008 verläuft die Strecke des Radrennens Rund um den Henninger Turm 179 km von Frankfurt am Main über die Vororte hinein in den bergigen Taunus und wieder zurück nach Frankfurt. Start und Ziel sind auf der Darmstädter Landstraße. Gestartet wird das Rennen um 10:05 Uhr auf der Darmstädter Landstraße. Von dort führt der Rundkurs über die Stationen Höchst, Kriftel, Eppstein (Bergwertung), Eppstein-Ehlhalten, Idstein-Heftrich, Idstein-Kröftel (Bergwertung), Kittelhütte (Bergwertung), Schmitten-Niederreifenberg, Feldberg (Bergwertung), Oberursel-Hohemark und Oberursel (Sprintwertung). Anschließend folgt zweimal die Runde Billtalhöhe (Bergwertung), Glashütten-Schloßborn, Ruppertshain (Bergwertung), Kelkheim, Kelkheim-Münster, Bad Soden, wobei die erste Runde über Schwalbach mit Springwertung und die zweite über Neuenhain (Bergwertung) nach Königstein-Mammolshain (Bergwertung), jeweils mit anschließender Verpflegung führt. Nach der zweiten Runde schlagen die Radfahren über Kronberg, Eschborn (Sprintwertung) und Frankfurt-Rödelheim wieder den Kurs zurück ins Zentrum von Frankfurt ein, wo vor dem Ziel noch drei Runden Rund um den Henninger Turm zu absolvieren sind. Die Zielankunft ist im Zeitplan gegen 15.20 Uhr vorgesehen.

Übersichtskarten mit dem Streckenverlauf

Teilnehmer und Rennverlauf


Karsten Kroon, der letzte Sieger beim Henninger Rennen, lässt seine Konkurrenten vom Team Gerolsteiner im Schlussspurt hinter sich.
Karsten Kroon, der letzte Sieger beim Henninger Rennen, lässt seine Konkurrenten vom Team Gerolsteiner im Schlussspurt hinter sich. 
Bei frischen Temperaturen aber sonnigem Wetter machten sich die 198 Teilnehmer der zwanzig vertretenen Teams um fünf nach zehn auf die 179 km Rundstrecke von Frankfurt in den Taunus und wieder zurück. Wie in den letzten Jahren prägten wieder mehrere Ausreißergruppen den Rennverlauf. Doch dieses Jahr wurde eine der Ausreißergruppen auch mit Erfolg entlohnt. Das Feld konnte die Fahrer der Spitzengruppe nicht mehr vor der Darmstädter Landstraße einholen. Mit Fabian Wegmann und Davide Rebellin waren zwei der Profis vom Team Gerolsteiner in der Spitzengruppe vertreten, die beide Ambitionen hatten, diesen Klassiker zu gewinnen. Doch wie es so oft geht, wenn zwei gewinnen wollen, freut sich der Dritte. In diesem Fall der Niederländer Karsten Kroon vom dänischen CSC Team, der das Rennen im Schlussspurt mit einer Zeit von 4 Stunden, 25 Minuten und 36 Sekunden für sich entscheiden konnte. Doch bei seinem Spurt war dem Sieger von 2004 noch nicht die Puste ausgegangen. Als bei der Siegerehrung die Musikanlage ausfiel, die die niederländische Nationalhymne spielen sollte, ergriff der sympathische Radprofi kurzerhand selbst das Mikrofon und stimmte die ersten Takte voller Inbrunst an.

Das letzte Rennen Rund um den Henninger Turm
Das letzte Rennen Rund um den Henninger Turm 
Jedoch lässt sich nicht verleugnen, dass auf dem Rennen Rund um den Henninger Turm der Dopingskandal im Randsport und insbesondere um den geständigen Vorjahressieger Patrik Sinkewitz schwebte. So mahnte über dem Start und Ziel eindringlich die Botschaft „Doping Nein Danke!“. Um die Zukunft des Radsports zu retten, reicht dieses Bekenntnis zu einem sauberen und ehrlichen Sport allein allerdings nicht aus. Nach dem Ausstieg des prominenten Mobilfunkunternehmens als Teamsponsor beendet mit der 47. Auflage auch die Binding Brauerei ihr Engagement im Henninger Rennen. Damit wird das diesjährige Rennen das letzte Rund um den Henninger Turm gewesen sein. Noch sind die Veranstalter bemüht einen finanzkräftigen Sponsor als Nachfolger zu gewinnen, doch wird sich mit einem potentiellen neuen Sponsor auch das Rennen ändern. Eine Jahrzehnte alte Tradition kann einfach nicht ersetzt werden. In diesem Sinne ein großer Dank an die Organisatoren, Sponsoren und Teilnehmer, die das Rennen Rund um den Henninger Turm Jahr für Jahr zu einem großartigen Erlebnis gemacht haben.


Rund um den Henninger Turm 2007


Streckenverlauf


Wieder wurden die Rennfahrer von Rudi Altig eskortiert.
Wieder wurden die Rennfahrer von Rudi Altig eskortiert. 
Am 1. Mai 2007 verläuft die Strecke des Radrennens Rund um den Henninger Turm 192,7 km von Frankfurt am Main über die Vororte hinein in den bergigen Taunus und wieder zurück nach Frankfurt. Start und Ziel sind auf der Darmstädter Landstraße. Von dort führt der Rundkurs über die Stationen Höchst, Hattersheim, Hofheim (Sprintwertung), Eppstein (Bergwertung), Eppstein-Ehlhalten, Idstein-Heftrich, Idstein-Kröftel (Bergwertung), Kittelhütte (Bergwertung), Oberursel-Hohemark, Oberursel (Sprintwertung). Anschließend folgt zweimal die Runde Billtalhöhe (Bergwertung), Glashütten-Schloßborn, Kelkheim-Ruppertshain (Bergwertung), Kelkheim, Kelkheim-Münster, Sulzbach (Sprintwertung), Bad Soden (Sprintwertung), Schwalbach (Verpflegung) und Königstein-Mammolshain (Bergwertung). Nach der zweiten Runde schlagen die Radfahren über Kronberg, Eschborn (Sprintwertung) und Rödelheim wieder den Kurs zurück ins Zentrum von Frankfurt ein, wo vor dem Ziel noch drei Runden Rund um den Henninger Turm zu absolvieren sind.

Teilnehmer und Rennverlauf


Von den Fans unterstützt stürmte das Team Gerolsteiner den Ausreißern hinterher.
Von den Fans unterstützt stürmte das Team Gerolsteiner den Ausreißern hinterher. 
2007 nahmen 183 Profis in 24 Mannschaften am Radrennen Rund um den Henninger Turm teil, darunter herausragende Rennfahrer wie Erik Zabel, Alessandro Petacchi und Jens Voigt. Wie im letzten Jahr prägten mehrere Ausreißergruppen das prestigeträchtige Radrennen. Und auch in diesem Jahr war der Lokalmatador Patrick Sinkewitz aus Künzell wieder über große Teile mit in den Ausreißergruppen vertreten. Doch dieses Jahr verkalkulierte sich das Feld der Verfolger um die beiden Spitzensprinter Erik Zabel und Alessandro Petacchi in der Endphase des Rennens. Mangels Engagement und Zusammenarbeit der Teams konnte die Lücke zwischen Feld und den Ausreißern nach den Runden durch die Berge des Taunus auf der langen Anfahrt nach Frankfurt nicht mehr geschlossen werden. Mit seinen zwei starken Antritten in der Endphase sprengte Sinkewitz zuerst die Ausreißergruppe und setzte sich schließlich von seinen letzten beiden verbliebenen Mitstreitern ab um das Ziel nach 4 Stunden, 46 Minuten und 54 Sekunden mit einem Vorsprung von vier Sekunden als Erster zu erreichen. Nach seinem Sieg beim Henniger Turm 2007 zeigte sich Sinkewitz im Interview überrascht, da er sich angesichts der Fankulisse nicht wirklich sicher war, ob er sich bereits auf der letzten Runde befand oder noch eine weitere zu fahren gewesen wäre.

VeloTour und Skaterrennen


Zum ersten Mal konnten 2007 auch Inline-Skater an den Start gehen.
Zum ersten Mal konnten 2007 auch Inline-Skater an den Start gehen. 
Im Rahmen der Amateur- und Jedermannrennen nahmen 2007 bei bestem Wetter 3534 Radfahrer und 510 Inline-Skater an vier Radrennen über 35, 63, 74 und 102 Kilometer bzw. erstmals an zwei Skaterrennen über 35 und 74 Kilometer teil. Start und Ziel lagen jeweils am Main-Taunus-Zentrum. Die Startschüsse der Rennen übernahm Rudolf Scharping, Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer.



Rund um den Henninger Turm 2006


Streckenverlauf


Feld der Rennfahrer mit dem Vorjahressieger Erik Zabel
Feld der Rennfahrer mit dem Vorjahressieger Erik Zabel 
Am 1. Mai 2006 verläuft die Strecke des Radrennens Rund um den Henninger Turm 190,2 km von Frankfurt am Main über die Vororte hinein in den bergigen Taunus und wieder zurück nach Frankfurt. Start und Ziel sind auf der Darmstädter Landstraße. Von dort führt der Rundkurs über die Stationen Höchst, Hattersheim, Hofheim, Eppstein (Bergwertung), Eppstein-Ehlhalten, Idstein-Heftrich, Idstein-Kröftel (Bergwertung), Kittelhütte (Bergwertung), Schmitten-Niederreifenberg, Schmitten-Oberreifenberg, Feldberg (Bergwertung), Sandplacken, Oberursel-Hohemark, Oberursel. Anschließend folgt zweimal die Runde Billtalhöhe (Bergwertung), Glashütten-Schloßborn, Kelkheim-Ruppertshain (Bergwertung), Kelkheim, Kelkheim-Münster, Sulzbach MTZ, Bad Soden, Schwalbach und Königstein-Mammolshain (Bergwertung). Nach der zweiten Runde schlagen die Radfahren über Kronberg und Rödelheim wieder den Kurs zurück ins Zentrum von Frankfurt ein, wo vor dem Ziel noch drei Runden Rund um den Henninger Turm zu absolvieren sind.

Teilnehmer und Rennverlauf


Jens Voigt auf der Billtalhöhe
Jens Voigt auf der Billtalhöhe 
2006 nahmen 176 Profis in 22 Mannschaften am Radrennen Rund um den Henninger Turm teil, darunter herausragende Rennfahrer wie Erik Zabel, Alessandro Petacchi und Jens Voigt. Geprägt wurde das Rennen durch den Ausreißversuch von Patrik Sinkewitz und Jens Voigt, die sich über 100 Kilometer vom Feld absetzen konnten. Erst auf der letzten neun Kilometer langen Runde Rund um den Henninger Turm wurden die beiden Ausreißer vom heranstürmenden Feld eingeholt. Den darauf folgenden Massenspurt im Ziel entschied der Italiener Stefano Garzelli nach 4 Stunden, 34 Minuten und 20 Sekunden für sich. Es folgten auf den Plätzen zwei und drei Gerald Ciolek im Trikot des Deutschen Meisters und Danilo Hondo. Der Vorjahressieger Erik Zabel erreichte das Ziel in diesem Jahr als vierter.



Sieger des Radrennens Rund um den Henninger Turm


Im Taunus 2005
Im Taunus 2005 
2008:
1. Karsten Kroon (Niederlande)
2. Davide Rebellin (Italien)
3. Mauricio Ardila Cano (Kolumbien)

2007:
1. Patrik Sinkewitz (Deutschland)
2. Kurt-Asle Arvesen (Norwegen)
3. Dario Cataldo (Italien)

2006:
1. Stefano Garzelli (Italien)
2. Gerald Ciolek (Deutschland)
3. Danilo Hondo (Deutschland)

2005:
1. Erik Zabel ( Deutschland)
2. Alejandro Borrajo (Argentinien)
3. Markus Zberg (Schweiz)

2004:
1. Karsten Kroon (Niederlande)
2. Danilo Hondo (Deutschland)
3. Johan Coenen (Belgien)

2003:
1. Davide Rebellin (Italien)
2. Erik Zabel (Deutschland)
3. Igor Astarloa (Spanien)

2002:
1. Erik Zabel (Deutschland)
2. Jo Planckaert (Belgien)
3. Serguei Ivanov (Russland

2001:
1. Marcus Zberg (Schweiz)
2. Davide Rebellin (Italien)
3. Kurt van De Wouver (Belgien)

2000:
1. Kai Hundertmarck (Deutschland)
2. Matteo Tosatto (Italien)
3. Jens Heppner (Deutschland)

1999: Erik Zabel (Deutschland)
1998: Fabio Baldato (Italien)
1997: Michele Bartoli (Italien)
1996: Beat Zberg (Schweiz)
1995: Francesco Frattini (Italien)
1994: Olaf Ludwig (Deutschland)
1993: Rolf Sorensen (Dänemark)
1992: Frank Van Den Abbeele (Belgien)
1991: Johan Bruyneel (Belgien)
1990: Thomas Wegmüller (Schweiz)

1989: Jean-Marie Wampers (Belgien)
1988: Michel Dernies (Belgien)
1987: Dag-Otto Lauritzen (Norwegen)
1986: Jean-Marie Wampers (Belgien)
1985: Phil Anderson (Australien)
1984: Phil Anderson (Australien)
1983: Ludo Peters (Belgien)
1982: Ludo Peters (Belgien)
1981: Jos Jakob (Belgien)
1980: Giabattista Baronchelli (Italien)

Rudi Altig, Sieger von 1970, beim Henninger Turm 2006
Rudi Altig, Sieger von 1970, beim Henninger Turm 2006 
1979: Daniel Willems (Belgien)
1978: Gregor Braun (Deutschland)
1977: Gerrie Knetemann (Niederlande)
1976: Freddy Maertens (Belgien)
1975: Roi Schuiten (Niederlande)
1974: Walter Godefroot (Belgien)
1973: Georges Pintens (Belgien)
1972: Gilbert Bellone (Frankreich)
1971: Eddy Merckx (Belgien)
1970: Rudi Altig (Deutschland)

1969: Georges Pintens (Belgien)
1968: Eddy Beugels (Niederlande)
1967: D. von Rijckeghem (Belgien)
1966: Barry Hoban (Großbritannien)
1965: Jean Stablinski (Frankreich)
1964: Clement Roman (Belgien)
1963: Hans Junkermann (Deutschland)
1962: Armand Desmet (Belgien)
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