San Francisco

Koordinaten: 37°46'31"N, 122°25'08"W
San Francisco ist die Stadt, die auch bei den Ami’s an erster Stelle genannt wird, wenn es um die Anziehungskraft einer Metropole geht. Diese Stadt hat aber auch ein Flair, dem sich die wenigsten entziehen können. Was also tun, um dieses Feeling zu erleben? Man muss die Stadt per Fuß und mit den öffentlichen Verkehrsmittel erforschen. Dies ist weit einfacher, als man es sich bei der Größe der Stadt vorstellt.

Die Cablecar Station an der Market Street ermöglicht die Fahrt über die Hügel rüber an die Marina mit der Fisherman's Wharf. Viele Hotels, die in den Katalogen angeboten werden, liegen in der Nähe der Market, einige auch im Zentrum und wenige in der Marina Gegend. Eins haben diese Hotels gemeinsam, man zahlt viel Geld und bei den meisten kommt auch noch eine tägliche Gebühr fürs Parken auf dem Hotelgelände zu. Das geht bei 7$ pro Tag los.

Und in Downtown ist der Parkraum auch so knapp, dass man für Parkhäuser und Parkplätze viel Geld zahlen muss, der öffentliche Parkplatz direkt an der Fisherman’s Wharf kostet pro Stunde 7$ !!!! Zum Glück für die Touristen kann man einen 3 Tage Pass kaufen, mit dem man alle Verkehrsmittel der Municipal SFO benutzen kann. Der Pass kostete 1991 10$ und letztes Jahr immer noch nur 10$, Senioren zahlen nur 8$. Diesen 3 Tage Pass kauft man an den Kassenhäuschen der Cablecar an den Endstationen bei der Market Street und auf der andern Seite beim Ghirardelli Square. Man fährt mit diesem Pass die Cable Car, die Muni Metro, die Muni Straßenbahnen, die auch schon ausrangiert waren und jetzt wieder aktiviert hat und auch alle Busse die da kreuz und quer über die Hügel und Täler fahren.

Wir sind natürlich immer am sparen und buchen deshalb ein Motel übers Internet, weil man so auch an ein Zimmer kommt, das um die 60$ kostet und bei diesem Motel auch das Parken frei ist. In der Lombard Street, das auch gleichzeitig die Interstate 101 ist, findet man diese Motels und zwar unter www.hotelcentralusa.com Auch die Van Ness Street, auch die 101, ist empfehlenswert, weil man eine gute Busanbindung in Richtung Ghirardelli Square hat. Wenn man in der Lombard Street wohnt, geht man die paar Meter zur Parallelstraße Chestnut, da kann man dann auch mit dem Bus in Richtung Marina fahren.

Um Downtown zu erkunden, ist der Ghirardelli Square ein idealer Ausgangspunkt. Diese ehemalige Schokoladefabrik wurde zu einem Shopping Center der gehobenen Preisklasse umgebaut. Von dort geht man dann runter zur Jefferson. An dieser Straße liegt dann, man kann da nur rechts weg, die Cannery (ehemalige Konservendosen Fabrik), mit Straßencafes im Innenhof und natürlich den unvermeidlichen Souvenier Shops, die aber dann auf der gesamten Jefferson in übermäßiger Anzahl zu finden sind. Auf der andern Straßenseite kommt dann die Wharf, wo die Lobster Fans auf ihre Kosten, sowohl als auch, kommen. Auf der linken Seite kommen dann die Piers. Da kann man dann eine Kreuzfahrt mit den Bay Cruisern machen, auch rüber nach Alcatraz.

Das Pier 39 ist total umgebaut zu einem Shopping Center für jeden Geldbeutel. Dort findet man auch Obststände, an denen man die herrlichen kalifornischen Erdbeeren kaufen kann. Sind zwar nicht billig, wer aber mal eine probiert hat, dem ist dann der Preis sowieso egal. Wer vom langen Bummeln hungrig geworden ist, dem empfehle ich, da am Pier 39 eine Suppe mit dem hervorragenden Sauerteigbrot, auf das die SFOler ganz stolz sind, zu verspeisen. Die Suppe wird auf ganz überraschende Art serviert, das Brot ist als Schüssel gebacken mit einer wundervollen Kruste, die Suppe wird in diese Brotschüssel gefüllt und man löffelt daraus die Suppe und bricht natürlich von oben her das Brot zur Suppe ab. Guten Appetit.

So, dann wollen wir doch mal weiter in SFO spazieren oder fahren. Auf jeden Fall beim Pier 39 bis zum Ende an die Wasserseite gehen, denn von da kann man Alcatraz und auch die Brücke wunderbar fotografieren. Und wer Hard Rock Cafe Shirts sammelt, ist hier auch am richtigen Platz. Vom Ghirardelli bis zum Pier 39 sind es auf direktem Weg keine 2km und doch wird man 3-4 Stunden für diese Strecke brauchen, wenn man alles genauer unter die Lupe nimmt. Man geht dann vor an die Jefferson und steigt da in eine von den alten Straßenbahnen ein, die da entlang der Embaracadero (links weg) fährt. Nahe des Ferrybuilding ist nach kurzer Strecke schon wieder Endstation. Nach dem Pier 1 am Ende des Embaracadero beginnt dann die Marketstreet, ein weitere wichtige Straße, weil unter dieser Straße die Metro fährt. Auch der BART (Bay Area Rapid Transit) fährt in diesen Stationen ab, noch einen Stock tiefer, aber diese Bahn zählt nicht zur Municipal und müsste extra bezahlt werden. Wer mal unbedingt rüber nach Oakland möchte, wäre dann da richtig. Wir schauen uns jedoch den Metroskizzenplan an, der in jeder Station übergroß zu sehen ist und suchen uns die Metro raus, die da an den Pazifik geht.

Ich weiß die Linie nicht mehr, aber es steht , wie ich mich erinnere, Juddah und Pacifica für diese Linie da. Die Metro kommt nach acht Stationen hoch und man kann eine etwas anderer Stadtrundfahrt machen. An der Endstation sind es nur einige Schritte bis zum Pazifik und man kann sich dort den immer kalten Wind um die Nase blasen lassen. Ist man dann durchgefroren (auch im Sommer !!!) fährt man wieder mit der Metro/Straßenbahn zurück und zwar wieder bis zum Ende zur Station Embaracadero.

Oben auf der Market geht man dann, ich hoffe ich täusche mich nicht, wieder ein paar Schritte in Richtung Ferry, bis links die California kommt. Da ist eine Cable Car Station, die Car fährt die ganze California hoch bis zur Van Ness und zwar schnurgerade. Man fährt mit der gleichen Bahn sofort wieder zurück.

Diese Strecke wird von den Touristen kaum gefahren, weiß der Geier, warum. Auch wenn man nur zu zweit kommt und sonst niemand, fährt die Car. Ich finde diese Strecke besonders beeindruckend, weil man durch den geraden Verlauf die Höhenunterschiede besonders gut wahrnimmt. In anderen Beiträgen habe ich schon darauf hingewiesen: Man MUSS die Cable Car auf dem außen angebrachten Trittbrett reiten, erst dann erlebt man das richtige Feeling der Straßen von San Francisco.

Wenn man andern tags die Strecke Market/Powell über die Hyde zum Ghirardelli oder anders rum fährt, ist an beiden Stationen wahrscheinlich Schlange stehen angesagt, es sei denn, man rafft sich auf und ist schon morgens um neun auf Tour. Auf jeden Fall an der Sperre stehen bleiben, bis man als erster Zugang zur nächsten Car hat und dann spurten, damit man den Platz ganz vorne auf dem Trittbrett einnehmen kann und zwar, bei zwei Personen, auf jeder Seite eine. Okay, also wir sind die California hoch und wieder runter unterwegs. Beim runter fahren gibt man dem Personal Bescheid, dass er an der Grant hält. Links weg in die Grant und man ist schon in der Hauptstraße der Chinatown.

Wenn ich einen Zeitplan erstelle, sieht der ungefähr so aus. Start per Fuß am Ghirardelli zum Pier 39 ca. 3 Std., Straßenbahn und Suche der Metrostation Embaracadero 1 Std. Metro raus zum Pazifik und zurück 2,5 Std., Cable Car in der California 0,5 St. = 7 – 8 Std.

Jetzt kann sich jeder die Zeit ausrechnen, damit er abends in die Chinatown gehen kann, zum Essen oder nur zum schauen. Die Chinatown sollte man auf jeden Fall zweimal besuchen, am Abend wegen der Beleuchtung und auch tags wegen dem hoch interessanten Angebot an diversen Ladengeschäften. Man achte in der Chinatown darauf, in welcher Straße die Municipal Busse in Richtung Waterfront fahren, damit man nicht alles per pedes machen muss. Dass dumme ist nur, dass sich in Richtung Waterfront (Fishermans Wharf) nahtlos Little Italy anschließt, das ja auch wirklich mehr als reizvoll ist. Von da aus wären es dann auch nur noch Minuten und man ist wieder im Trubel an der Waterfront. Es ist also eine Frage der Kondition, wie es nach der Chinatown weitergeht.

Nachdem wir nun einen Tag fast nur per Pedes durch SFO gelatscht sind, starten wir heute mit dem Auto. Ich gehe davon aus, dass das Motel an der 101 liegt (Van Ness o. Lombard). Da fahren wir dann die 101 North rüber über die Golden Gate Bridge, nach der Brücke rechts raus und dann den Weg suchen, der unter der 101 hindurch geht und links den Berg hochgeht.

Diese Straße bis zum Ende fahren und man hat den wohl allen bekannten, sagenhaft schönen Blick auf die Stadt. Auch weiter unten, beim ehemaligen Fort ist das Panorama mit Brücke einmalig schön. Wenn man dann wieder ganz unten ist, kann man das Auto da auf dem Parkplatz abstellen und unter der Golden Gate zu Fuß durchgehen auf den riesigen Platz direkt am Nordende der Golden Gate. Keine Frage, auch hier der sagenhaft schöne Blick auf SFO. Wenn man schon über die Brücke ist, sollte man auch alle drei Scenic points aufsuchen. Das große ? ist immer der Nebel. Man kann in der Stadt bei strahlendem Sonnenschein losfahren und über der Brücke drüben liegt dann der Nebel immer ausgerechnet da, wo man fotografieren will. Der Besuch der drei Scenic points dauert je nach Lust und Laune bis zu einer Stunde und erfahrungsgemäß hat man von einem dieser Punkte dann immer mal frei Sicht.

Nachdem man nun diese Sicht im Kopf und auf Foto abgespeichert hat, geht’s zurück über die Brücke (kostete 2003 3$ Maut) in Richtung Golden Gate Park.

Trotz bestem Kartenmaterial, lasst euch ja nicht verführen, den Park über Hwy 1 anzufahren. Die 1 geht zwar mitten durch den Park, aber es gibt vorher, während und nachher keine Abfahrt in den Park. Für den Touristen ist die Einfahrt über die Fell Street am besten zu finden und zwar nach der Brücke auf der 101 South bleiben. Man ist ganz schnell wieder auf der Lombard und noch schneller geht dann die Divisadero rechts weg. Die fährt man dann durch bis zur Fell und da wieder rechts weg und es geht dann direkt rein in den Park.

Der Golden Gate ist eigentlich nur an Feiertagen richtig interessant, dann sind dort immer jede Menge Events. Auf jeden Fall im Park rechts halten, man kommt dann ans Conservatorium und da sucht man sich einen Parkplatz.

Man geht dort im Park etwas spazieren und wenn man auf der Kennedy ist findet man auch den Japanese Teagarden. Downriver hat in schon erwähnt. Für uns ist er immer Pflicht, denn meine Frau züchtet selbst Zimmerbonsai’s. Dort sind auch gehegte und gepflegt manikürte Bonsai’s zu finden, natürlich um einiges größer als die Zimmerbäume.

Wer sich jedoch nicht so sehr für diese Grünanlage interessiert, fährt nach der Brücke trotzdem die Divisadero, aber nur bis die Fulton (oder eine Straße weiter) links weg geht. Da kommt man dann zum Alamo Square und der ist auch Pflicht. In diesen Straßen um den Alamo Sq. ist die Parkplatznot nicht so groß, man findet immer einen Platz, allerdings mit Parkuhr, also 2-3 Quarters sammeln. Der Park bietet von seinem höchsten Punkt aus auch wieder eine spektakuläre Sicht auf die Skyline von Downtown und im Vordergrund hat man die Häuserzeile mit den viktorianischen Häuschen. Hat bestimmt jeder schon mal abgebildet gesehen.

Diese Tour , Brücke, Park + Square dauert weniger als drei Stunden. Wer will, kann noch den Weg zu den Twin Peaks machen (die Berge, nicht der Stadtteil). Von da hat man auch nochmals eine fantastische Sicht auf die Stadt. Aber die meisten zieht es vorher wieder zurück zum Motel, Karre abstellen und wieder los mit dem Bus zum Ghirardelli. Von dort aus sollte man dann den Ritt mit der Cable Car (auf dem Trittbrett !!!!) rüber zur Market machen und auch wieder zurück.

Die Market selbst ist halt eine Geschäftsstraße mit einigen noblen Kaufhäusern gerade um die Haltestelle herum. Man kann auch von der Market entlang den Schienen zum Union Square zurück gehen. Da sind auch jede Menge Shops der gehobenen Stufe und die ganze Anlage ist natürlich auch ein Fotopoint. Aber zurück auf jeden Fall wieder mit der Cable. Man kann sich da auf dem Trittbrett der Cable sicher mit einem Arm am Haltegriff einhaken und man hat die andere Hand frei um unvergleichliche Fotos zu machen.

Die spektakulärsten wohl, wenn die Hyde Street steil abfällt in Richtung Waterfront. Schon alleine dieser Ausblick runter auf die Bay mit Alcatraz rechtfertigt jede Wartezeit auf den Trittbrettplatz. Ich sage, wohl jeder hat diesen Ausblick in irgendeinem Film schon gesehen.

Nach zwei Tagen in San Francisco, hat jeder Besucher feststellen können, dass die markanten Punkte für den Touristen tatsächlich zu Fuß zu machen sind.

Wer die Zeit hat, noch einen dritten Tag hier zu erleben, für den kommen später noch ein paar Tipps. Allen anderen empfehle ich, noch eine Stunde zu opfern, bevor sie auf Tour gehen. Ich gehe nochmals davon aus, dass das Motel in der Lombardstreet ist. Auf jeden Fall die Lombard in Richtung South fahren. An der Kreuzung, an der die 101 rechts weg und zur Van Ness wird, gerade aus weiter auf der Lombardstreet fahren, vorher also links einordnen, steil den Berg hoch. Da oben an der Kreuzung Hyde ist eine Haltestelle der Cable Car, an der auch immer viele Touristen aussteigen, denn über die Kreuzung weg ist der Teil der Lombardstreet, der in der ganzen Welt als die krummste und steilste Straße bekannt ist. Man kann sie nur im Schritttempo befahren, hat dadurch Zeit, die Bepflanzung der Straße zu bewundern. Man sieht dort auch einen riesigen Bougainvilla Strauch, ungefähr in der Mitte links, der fast eine ganze Häuserfassade bedeckt.

Eine Tropenpflanze mitten im kühlen San Francisco und das in voller Pracht. Wenn dann die Serpentinen zu ende sind, sofort 2x rechts fahren und wohl die steilste Straße von SFO in der Direttissima hoch fahren und zwar wieder bis zur Hyde. Hier kann man dann, je nach Lust und Laune nochmals das Quadrat abfahren oder dann auch endgültig auf Tour gehen. Allen Besucher, die die Zeit und Lust haben, empfehle ich, auch mal am Abend, schon bei Dunkelheit, wenn dann alle Lichter brennen, nochmals rüber über die Golden Gate Brücke zu fahren und dann wieder sofort raus auf die Aussichtsparkplätze, egal welchen, und die Stadt im Lichterglanz anschauen. Eine Ansicht der Stadt, die noch spektakulärer ist als bei Tag.

Für die drei Tage Besucher ist für vormittags nochmals eine Fahrt mit dem Auto zu empfehlen. Dieses mal von der Lombard an der Van Ness links weg und runter Richtung Marina, links weg an der Bay zum Marina-Boulevard, immer auf dieser Straße bleiben bis zum Lincoln Blv., die nächste größere Straße ist dann die Geary, da rechts weg bis zum Pacific.

Die Geary ist dieselbe, die bis nach Chinatown rein geht. Am Pacific zur rechten ist der Lincoln Park mit einigen schönen Aussichtspunkten zur Brücke, mal aus einer anderen Perspektive. Im weiteren Verlauf geht’s zum Cliffhouse und zum Sealrock (hunderte von Seelöwen). Man fährt nun direkt am Pacific entlang und zur linken kommt dann das Westende des Golden Gate Park, da kann man dann auch in den Park rein fahren bis zum andern Ende und man erkennt auch, wie riesig groß dieser Park ist.

Auf dieser Rundstrecke gibt es viele Stellen zum verweilen und vor allem, man macht auch mal andere Bilder von SFO. Wann und wo man diese Tour beendet, bleibt jedem selbst überlassen. Am besten, man stellt das Auto wieder beim Motel ab und geht nochmals mit dem 3 Tagepass auf Tour.

Die meisten ziehst doch nochmal zur Wharf und was so rund herum ist. Ich möchte noch darauf hinweisen, dass da an den Brennpunkten in Verkaufsdisplays für Zeitungen auch kostenloses Werbematerial angeboten wird. Unter anderem ein Heft im Taschenformat mit dem Titel San Francisco Today oder San Francisco Quick Guide.

Ist zwar jede Menge Werbung drin für shopping and dining. Es werden aber auch Sightseeing Tipps gegeben und vor allem findet man viele Maps der Stadtteile drin, zwar nicht maßstabsgetreu, aber zum orientieren sehr gut geeignet. Diese Broschüren habe ich auch in Las Vegas und San Diego gesehen.

Es ist also anzunehmen, dass es diese nützlichen Werbeträger in jeder großen Stadt gibt. Also Augen auf.

So, nun wünsche ich allen San Francisco Discoverern eine gute Kondition und viel Spaß. Auch wenn es manchmal des guten Tourismus etwas zuviel sein mag, diese Stadt hat wirklich eine eigene Ausstrahlung und zwar eine sehr positive.
Man darf nur nicht faul sein oder sich dem "Strom" anschließen.
In diesem Sinne HANS

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