Basiscamp für Wanderungen und Jagd ist der Tombstone Mountains Campground, der bei Kilometer 71,5 des Dempster Highways zu finden ist. Dort gibt es ein winziges Besucherzentrum, in dem man Informationen zu den Wanderungen sowie bärensichere Lebensmittelcontainer bekommt und sich für mehrtägige Touren an- und abmeldet. Abends führen die zukünftigen Park Ranger kurze Wanderungen in die Umgebung oder informieren bei schlechtem Wetter über Flora, Fauna oder Geologie im geheizten Schutzraum. Das ist der einzige Luxus, den der Zeltplatz neben Stellplätzen mit Feuerstellen, einer Wasserpumpe und Klohäuschen bietet.
Verschiedene Einflüsse haben die Landschaft geformt: Das Aufeinandertreffen tektonischer Platten hat den Grund, der vor zwei Milliarden Jahren Meeresboden war, aufgeworfen, Ströme von Magma und Gletscher sind darüber gezogen und darüber hinaus hat die Witterung rund hundert Millionen Jahre daran genagt. In den Tombstones sind oberhalb der Baumgrenze alpine Pflanzen zu finden und die Hügel sind von verschiedenen Sträuchern dicht bedeckt Währenddessen dominieren in den baumlosen Blackstone Uplands Flechten, Moose und Grase, aber auch erstaunlich viele verschiedene Blumen. Sie sind sowohl die Heimat vieler Vögel, Murmeltiere, Dallschafe, Karibus und Elche, als auch ihrer Jäger, den Greifvögeln, Schwarz- und Grizzlybären. Überall stößt man auf die Pfade der Karibus, die seit mehr als einer Million Jahre in dieser Region leben.
Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei -7° C, im Januar bei -23° C und arktische Tiefdruckgebiete können sie im Winter für Wochen auf -40° C und weniger fallen lassen. Unter anderem deshalb ist hier vor über 70 Jahren eine Hundeschlittenpatrouille der Mounties erfroren. Obwohl es im Sommer – Juli bis Mitte August – bis weit über 25° C warm werden kann, sollte man jederzeit auf schnelle Wetterumstürze gefasst sein. Die südlichen Ogilvie Mountains sind die Hauptbarriere der im Herbst von Alaska herauf ziehenden Stürme. So fallen rund 450 Millimeter Niederschlag pro Jahr – mehr als die Hälfte davon als Schnee, in höheren Regionen auch ganzjährig. Die Bergkette blockiert ebenfalls das normalerweise im nur eine Stunde entfernten Yukontal herrschende kontinentale Klima.

