Tour de France 2005

Die Tour de France 2005 wurde geprägt von einem Ausflug nach Deutschland, der die Massen begeisterte und einmal mehr von Protagonisten, die aus dem Fahrerfeld herausragten.

Zu diesen herausragenden Persönlichkeiten zählte in erster Linie ein Lance Armstrong, der zum letzten Mal antrat, seine Siegesserie fortzusetzen und Paris zum siebten Mal in Folge als Träger des Gelben Trikots zu erreichen. Auch das letzte Zeitfahren seiner Karriere gewann der Patron mit seinem Stakkato, jener hohen Trittfrequenz, die keiner nachzuahmen in der Lage ist. Armstrong schrieb mit seinen sieben Erfolgen Radsportgeschichte und setzte damit Maßstäbe für die Ewigkeit.

Michael Rasmussen war der tragische Held der Tour 05. Am vorletzten Tag musste er den dritten Podiumsplatz verloren geben. Mit zwei Stürzen und fünf Radwechsel auf einer Etappe erlebte der in den Bergen stark auftretende Rasmussen einem rabenschwarzen Tag. Die Tour beendete der tragische Held mit dem siebten Rang in der Gesamtwertung.

Bei der letzten Etappe auf den Champs-Élysées in Paris, der Tour d’honneur, konnte der stets angriffslustige Alexander Vinokurov mit einem famosen Ausreißversuch auf der Zielgeraden und dem daraus folgenden Etappensieg seiner Karriere einen Höhepunkt setzen und dem Team vor dem Wechsel ein außergewöhnliches Abschiedsgeschenk hinterlassen.

Der Kampf um die Podiumsplätze deutete ein viel versprechendes Duell von Jan Ullrich und Ivan Basso in der ersten Tour nach Armstrong an. Was bleibt ist die Erwartung einer spannenden Tour de France 2006.
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