Tranchée des Baïonnettes

Koordinaten: 49°12'51"N, 5°25'31"E
Mahnmal Tranchée des Baïonnettes, das von einem amerikanischen Industriellen errichtet wurde.
Mahnmal Tranchée des Baïonnettes, das von einem amerikanischen Industriellen errichtet wurde. 

Bajonettgraben - Tranchée des Baïonnettes
Bajonettgraben - Tranchée des Baïonnettes 
Um einige Episoden der Schlacht um Verdun wurden nachträglich Legenden gesponnen. Eine solche Legende rankt sich auch um den Bajonettgraben (Tranchée des Baïonnettes):

Nach der Schlacht von Verdun wurde östlich einer kleinen Schlucht am Thiaumont mit dem Namen "Ravin de la Dame" bzw. "Ravin de la Mort" (Totenschlucht), ein verschütteter Schützengraben entdeckt, aus dem noch die Spitzen mehrerer Gewehre mit aufgepflanzten Bajonetten herausragten. Daraus entstand die Legende, dass hier Soldaten des 137. französischen Infanterieregimentes während Angriffsvorbereitungen auf das Zwischenwerk Thiaumont durch die Explosion einer Granate aufrecht im Schützengraben stehend verschüttet und lebendig begraben worden waren.

Untersuchungen ergaben, dass die Soldaten tatsächlich noch Kontakt zu ihren Gewehren hatten. Doch die Aussagen eines Leutnants der 3. Kompanie, der die Soldaten angehörten, ergab ein gänzlich anderes Bild: Während eines deutschen Vorstoßes waren die Soldaten am Morgen des 13. Juni 1916 gefallen und zunächst in ihrem Graben liegen geblieben. Später beerdigten sie die Deutschen (sie schütteten den Graben zu) und markierten die Grabstelle durch die Gewehre. Eine Exhumierung bestätigte diese Erklärung: Keine der sieben Leichen stand aufrecht, vier konnten nicht identifiziert werden.

Heute ist der Bajonettgraben in dem Denkmal La Tranchée des Baïonnettes zu besichtigen, das von einem amerikanischen Industriellen errichtet wurde. Bis vor wenigen Jahren waren an manchen der Ruhestätten noch die Bajonette vorhanden, doch Vandalen schändeten die Gräber und entwendeten die Bajonette.




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