Ulmener Maar

Koordinaten: 50°12'37"N, 6°58'58"E
Das Ulmener Maar liegt am gleichnamigen Ort Ulmen in der Vulkaneifel. Seine Ausdehnung beträgt 350-510 m. Der Maarkessel hat eine Tiefe von bis zu 86 m. Innerhalb des Kessels breitet sich ein 37 m tiefer Maarsee aus. Dieser See ist von einem durchschnittlich 20 m hohen Wall aus Tuff umgeben. Die Tuffe bestehen aus vulkanischem Auswurfmaterial (vulkanische Schlacken, Lapilli) und durch den Ausbruch zertrümmertes Gestein.

Zeitlich lässt sich nicht Entstehung des Ulmener Maars nicht exakt ermitteln. Verschiedene Quellen nennen einen Zeitraum von 9500 bis 12400 Jahren. Demnach bestünde die Möglichkeit, dass das Ulmener Maar nach dem Laacher See entstanden und damit der letzte Aktive Vulkan der Eifel gewesen sein könnte.

Heute verlaufen Wege durch den Wald deren Beschilderung die Pflanzenwelt der Eifel erläutert. Der See selbst wird von Anglern genutzt. Am Südrand des Walls stehen die Ruinen der Ulmener Burgen aus dem 11. Jahrhundert, woran der historische Ortskern der Gemeinde Ulmen anschließt. Von der Burg und dem Rittertum ausgehend ranken sich einige Sagen um das Ulmener Maar. Eine handelt von einem Riesenfisch, bei dessen Erscheinen jedes Mal einer der Burgherren starb.

Auch beim nördlich des Ulmener Maars gelegenen Jungfernweiher handelt es sich um ein Maar. Allerdings ist dieses Maar mit einem Alter von 118 000 Jahren sehr viel älter, als das Ulmener Maar. Zudem war der Jungfernweiher zwischenzeitlich verlandet. Der heutige See bildete sich erst, nachdem von 1942 an Wasser aufgestaut wurde.

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