Valley of Fire

Koordinaten: 36°30'29"N, 114°31'32"W
Lage: Nevada
Gegründet: 1935
Fläche: ?
Anreise: Interstate 15, Exit 75
Eintritt: 6 $ pro Auto (Stand: 09/06)
Offizielle Website
Karte
Der Valley of Fire State Park befindet sich nur sechs Meilen vom Lake Mead und 55 Meilen nordöstlich von Las Vegas entfernt. Erreichbar ist er über die Abfahrt Nr. 75 der Interstate 15 und den Highway 163. Das Valley of Fire ist Nevadas ältester und grösster State Park, gegründet 1935. Das Valley leitet seinen Namen von den roten Sandsteinformationen und der anziehenden Schönheit der Mojave-Wüste ab. Spuren von alten Bäumen und frühen Bewohnern findet man zahlreich Im Park, vertreten durch versteinerte Bäume und bis zu 3000 Jahre alte Felszeichnungen der Ureinwohner. Das Feuertal bietet ausgezeichnete Möglichkeiten für Camping, Wandern, Picknick und Landschaftsfotografie. Der Park bleibt das ganze Jahr über geöffnet. Bei Einfahrt in den Park ist eine Besuchergebühr (Entrance Fee) zu entrichten. Bei unserem Besuch im Oktober 2005 betrug der Einritt 4 Dollar für den Tagesbesuch (in der Campinggebühr in Höhe von 14 Dollar auf einem der Campingplätze ist diese bereits enthalten). Das Besucherzentrum ist von 8.30 bis 16.30 Uhr geöffnet und zeigt Ausstellungen über die Geologie, Ökologie, Entwicklungs- und Frühgeschichte des Parks und der Umgebung. Zum Verkauf werden u.a. Postkarten, Bücher, Wanderkarten und verschiedene Souvenirs angeboten.

Vorgeschichte
 

Namensgebend für das Feuertal waren die roten Sandsteinformationen, die von grossen Verschiebesanddünen vor 150 Millionen Jahren geschaffen wurden. Komplexe Erdverwerfungen in der Region, mit Anheben und Absenken weiter Gebiete, gefolgt von langwierigen Erosionsprozessen, haben die heutige Landschaft geformt. Neben dem dominierenden Sandstein finden sich aber auch Kalkstein, Schiefer und Geröll.
Prähistorische Bewohner des Feuertals waren die Korbmacher und später die Pueblo-Anasazi des fruchtbaren Moapa Valleys. Die Zeitspanne der Besiedlung reicht von 300 v.Chr. bis 1150 n.Chr. Ihre Besuche im Tal dienten der Jagd, dem Sammeln von Nahrungsmitteln und religiösen Zeremonien, wurde aber durch die Wasserknappheit begrenzt. An einigen Stellen im Park kann man die Hinterlassenschaften der frühen Völker in Form von schönen Felsmalereien bewundern.

Klima
Die Winter sind in der Regel mild, mit Temperaturen zwischen 0 und 25 Grad Celsius. Die Tagestemperaturen im Sommer steigen normalerweise auf bis zu 38 Grad Celsius, es wurden aber auch schon Temperaturen von 48 Grad Celsius gemessen. Die Nachttemperaturen sind wesentlich kühler. Im Durchschnitt fällt jährlich nur 10 cm Niederschlag, meist in Form von leichten Regenschauen im Winter und heftigen Sommergewittern. Frühling und Herbst sind die bevorzugten Jahreszeiten für Besuche im Valley of Fire. Nur selten fällt Schnee.

Natur
Die Pflanzenwelt der Gegend wird geprägt von der Trockenheit und den Gewächsen, die unter diesen unwirtlichen Bedingungen existieren können. Dazu zählen Kreosotbusch, Burrobusch und Brittlebusch. Verschiedene Kaktusarten, darunter Beavertail und Opuntienkaktus, sind gegenwärtig. Die Frühlingsblüte solcher Pflanzen wie Dotter- oder Ringelblume, Indigobusch und Wüstenmallow sind oftmals direkt von der Parkstrasse aus zu bewundern und spektakulär. Zu den heimischen Vogelarten zählen Rabe, Hausfink, Beifussammer und Erdkuckuck. Viele Zugvögel kommen durch den Park. Die meisten Wüstentiere sind nachtaktiv und bleiben dem vorbeifahrenden Autofahrer verborgen. Verschiedene Eidechsen- und Schlangenarten bevölkern den Park, genau wie Kojoten, Grossohr-Kitfuchs, geflecktes Stinktier, Schwarzschwanz-Eselhase und Goldmantelziesel. Die Wüstenschildkröte ist eine seltene Spezies, die unter strengem Artenschutz steht.

Sehenswürdigkeiten

Atlatl Rock: Herausragendes Beispiel für indianische Felsenmalereien, s.g. Petroglyphs. Darstellungen von Atlatl, einer frühen Jagdwaffe. Ein Stock mit Kerbe wurde als Wurfschleuder für Speere verwendet. Das Atlatl war ein Vorgänger von Pfeil und Bogen. Der angrenzende Campground Atlatl ist sehr schön zwischen roten Felsen angelegt und verfügt über ein modernes Sanitärgebäude mit Duschen.

Arch Rock: In der Nähe des Atlatl Rock gelegen, findet man in diesem Gebiet einige der interessantesten Sandsteinformationen des Feuertals, wie den Arch Rock (Bogenfelsen) und Piano Rock (Klavierfelsen), die über eine 2 Meilen lange Schotterpiste zugänglich sind. Der Arch Rock Campground ist ein wenig primitiver, aber nicht minder schön angelegt.

The Beehives: Diese ungewöhnliche Sandsteinformationen, verwittert durch die erodierenden Kräfte des Windes und des Wassers erinnern tatsächlich an Bienenkörbe. .

Cabins: Die historischen Steinkabinen aus Sandstein wurden vom Civilian Conservation Corps in den 30er Jahren als Schutz für Durchreisende errichtet. Mittlerweile ist es ein Picknickbereich.

Clark Memorial: Das historische Denkmal ehrt einen frühen Reisenden aus Pionierzeiten.

Elephant Rock
Elephant Rock 
Elephant Rock: Der Elefantenfelsen gehört zu den bekanntesten Formationen im Park und ist über einen kurzen Fussweg zugänglich.

Fire Canyon/Silica Dome: Dieser Aussichtspunkt bietet einen ausgezeichnete Blick auf den tiefroten Sandstein des Fire Canyon-Abschnittes und die einzigartige Geologie des Silica Dome.

Mouse Tank: Benannt nach einem flüchtigen Indianer, der in den 1890er Jahren das Gebiet als Versteck nutzte, ist der Mouse Tank ein natürliches Wasserbassin im Felsen. Nach Niederschlägen sammelt sich das Wasser und trocknet über Monate nicht aus. Ein Wanderweg von 1 Meile Länge führt, vorbei an zahlreichen indianischen Felsmalereien, durch eine schöne Landschaft aus rotem Sandstein zum Basin.

Rainbow Vista
Rainbow Vista 
Seven Sisters
Seven Sisters 
White Dome Slot Canyon
White Dome Slot Canyon 
Petrified Logs: Versteinerte Bäumstämme und Stümpfe, die Reste eines vor ca. 225 Millionen Jahren bestehenden Waldes, findet man in verschiedenen Gebieten im Park.

Rainbow Vista: Ein beliebter Stop für ein Foto. Das Panorama aus vielfarbigem, Sandstein ist überwältigend.

Seven Sisters: Diese faszinierenden roten Felsansammlungen sind leicht von der Straße zugänglich. 7 markante Felsbrocken, rechts und links vom Highway gelegen, bieten ein tolles Ambiente für einen Stopp im gleichnamigen Picknickbereich (Foto re.).

White Domes: Diese Sandsteinanordnungen mit den leuchtenden, kontrastierenden Farben sind eine der Hauptattraktionen im Park. Am Ende der beim Besucherzentrum vom Highway 163 abzweigenden Stichstrasse gelegen, sind diese Sandsteinanordnungen mit den leuchtenden, kontrastierenden Farben eine der Hauptattraktionen im Park. Als Ausgangspunkt für eine Wanderung ins Hinterland über den White Dome Trail, bietet sich der Parkplatz der Picnic Area an. Auf der anderen Seite der Strasse, gegenüber der Picnic Area, führt ein kurzer Fussweg zu einem ca. 2 km entfernten Slotcanyon, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Auch zum Duck Rock (Entenfelsen) gelangt man nach kurzem Fussmarsch.

Service-Einrichtungen

Camping: Die 51 Stellpläzte auf den zwei Campingplätzen werden auf First Come-Firste Serve-Basis vergeben (wer zuerst kommt, campt zu erst). Die Stellplätze sind landschaftlich sehr schön angelegt und verfügen über Feuerstelle, Grill, schattenspendenden Unterstand, Picknicktisch und Bank. Fliessendes Wasser und Spültoiletten sind auf beiden Plätzen vorhanden, auf dem Atlatl Rock Campground dazu Duschen, Trinkwasser und eine Entsorgungsstation für Wohnmobile.

Rastplätze: Verschiedene Bereiche im Park sind als s.g. Picnic Areas ausgewiesen. Einrichtungen mit Toiletten findet man beim Atlatl Rock, Seven Sisters, Cabins, White Domes und Mouse Tank.

Group Area: Es gibt drei Gruppenbereiche, jeweils zur Unterbringung von bis zu 45 Personen. Sie stehen für Campingübernachtungen und Picknick zur Verfügung. Reservierungen sind erforderlich.

Wandern: Viele eindrucksvolle Wanderungen sind möglich, vom kurzen Spaziergang bis hin zu mehrstündigen Touren. Vorschläge für Wanderungen für jeden Anspruch hält das Besucherzentrum bereit. Ggf. erforderliche Wanderkarten kann man dort ebenfalls kaufen.



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