Vulkaneifel

500 000 Jahre lang war das Gebiet der Vulkaneifel aktiv, zuletzt vor rund 13 000 Jahren, als ein gewaltiger Ausbruch des Laacher See Vulkans seine Umgebung verwüstete und weite Teile Mitteleuropas mit Ascheregen überzog. Spuren dieser Eruption lassen sich bis in den Süden Schwedens finden, die heute Geowissenschaftlern und Archäologen in Form eines schmalen Bimshorizonts im quartären Sediment als Anhaltspunkt zur Datierung dienen. Sehr viel deutlicher sind die Hinterlassenschaften dieser bewegten Geschichte jedoch in der Vulkaneifel selbst. Eine Vielzahl von Maaren, Kraterseen und ein Calderasee, sowie erstarrte Lavaströme und mächtige, in Steinbrüchen freigelegte Schichtungen zeugen vom einstigen Vulkanismus. Doch die vulkanische Aktivität in der Vulkaneifel ist heute keineswegs erloschen. Noch immer sind hier Vulkane leicht aktiv. Am deutlichsten lässt sich diese Aktivität an den diversen Mofetten erleben - am eindrucksvollsten an den beiden Kaltwassergeysiren in Andernach und Wallenborn.

Die Geschichte des Vulkanismus in der Eifel wurde hervorragend aufbereitet. Museen wie der Lava-Dome in Mendig liefern das nötige Hintergrundwissen um die geologischen Vorgänge und Zusammenhänge vor Ort nachvollziehen zu können.

Neben ihrer vulkanischen Vergangenheit hat die Vulkaneifel allerdings noch mehr zu bieten. An vielen Stellen finden sich historische Spuren vom Abbau vulkanischen Materials, die bis in die Römerzeiten zurückreichen. Auch sportlich Interessierten kommen nicht zu kurz. Zahlreiche Wanderwege erschließen die gesamte Region. Kletterer finden in den Basaltwänden, wie dem Ettringer Lay, herausfordernde Touren und Wassersportler freuen sich über die Maare und Kraterseen. Die Vulkaneifel ist ein erstaunlich vielfältiges Reiseziel.

Unterschied zwischen Maaren, Kratern und Calderen


Liegt der Krater eines Vulkans höher als die ursprüngliche Geländeoberfläche und füllt sich der Krater mit Regenwasser, entsteht ein Kratersee. Im Gegensatz zu Kraterseen sind Maare in eine nichtvulkanische Oberfläche eingesenkt, liegen also tiefer als die ursprüngliche Geländeoberfläche. Maare untergliedern sich weiter in mit Regen- oder Grundwasser gefüllte Maarseen und Trockenmaare. Ein weiteres, wenn auch nicht ganz eindeutiges Unterscheidungsmerkmal sind Lavaströme: Von Maaren gehen nur selten Lavaströme aus. Als dritte Form der Vulkane ist die Caldera zu unterscheiden. Calderen entstehen, was oft nur schwer auseinander zu halten ist, entweder durch explosive Eruptionen oder durch den Einsturz oberflächennaher Magmakammern eines Zentralvulkans, die zuvor durch Ausbrüche entleert worden sind. In der Vulkaneifel existieren sowohl Maare als auch Krater und eine Caldera, deren Namensgebung allerdings nicht immer zutreffend ist.

Maare in der Vulkaneifel


Maarseen

Trockenmaare

Kraterseen in der Vulkaneifel



Calderaseen in der Vulkaneifel



Sehenswürdigkeiten in der Vulkaneifel


Kaltwassergeysire

Sehenswürdigkeiten mit vulkanischem Bezug

Aussichtstürm

Weitere Sehenswürdigkeiten

Städte und Gemeinden in der Vulkaneifel





Weblinks

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