Weinfeld

Koordinaten: 50°10'45"N, 6°50'57"E
Weinfeld ist eine Wüstung am Nordufer des Weinfelder Maars in der Vulkaneifel. Von dem früheren Ort Weinfeld steht heute nur noch die Kirche St. Martin mit ihrem Friedhof, auf dem noch immer die Bewohner der Gemeinde Schalkenmehren beerdigt werden. Daher rührt die Bezeichnung des Weinfelder Maars als Totenmaar.

St. Martin ist eine der ältesten Kirchen der Eifel, die frühesten Fundamente stammen aus römischer Zeit. Möglicherweise befand sich an derselben Stelle bereits zuvor ein keltisches Heiligtum. Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird die Kirche im Jahr 1044, doch vermutlich existierte sie schon länger.

Der Ort Weinfeld muss einst bedeutend gewesen sein, denn zur Pfarrei gehörten im 15. Jahrhundert auch die Orte Mehren, Schalkenmehren, Saxler und Udler sowie weitere vereinzelt stehende Häuser. Allerdings fand im Mittelalter eine vermehrte Abwanderung der Bevölkerung des Ortes statt. Die Menschen hatten unter Not, Brand oder Krieg gelitten oder wurden von der Pest dahingerafft. Im Jahr 1562 wurde Weinfeld schließlich von seinem letzten Einwohner, Pastor Peter von Mehren, verlassen, der nach Schalkenmehren zog. Die zurückgelassenen Häuser und Gebäude wurden über die Jahre von den Bewohnern der Nachbardörfer abgetragen.

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